Dollar peilt 99,00 an, da Spannungen im Nahen Osten auf gemischte US-Daten treffen
Geopolitik treibt den Dollar an
Der US-Dollar-Index (DXY) steigt und nähert sich der Marke von 99,00, da die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Nachfrage nach sicheren Anlagen ankurbeln. Allerdings sorgen gemischte Signale aus den jüngsten US-Wirtschaftsdaten für Unsicherheit hinsichtlich des nächsten politischen Schritts der Federal Reserve.
Marktumfeld
Der Dollar gewinnt angesichts der eskalierenden Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran und den USA an Boden, wobei die Drohungen mit unterbrochenen Ölexporten die Marktunruhe verstärken. Gleichzeitig kämpft der Australische Dollar (AUD) darum, sich gegenüber dem USD zu behaupten, obwohl positive Daten zum Konsumentenvertrauen aus Australien und steigende australische Anleiherenditen vorliegen.
Das Paar AUD/USD notiert derzeit um die Marke von 0,7060 und steht unter dem Druck eines wiedererstarkenden US-Dollars. Der US-Dollar-Index (DXY) notiert in den frühen europäischen Handelsstunden nahe 98,90. Chinas Handelsüberschuss sprang im Februar auf 213,62 Milliarden Dollar, ein beträchtlicher Anstieg gegenüber den 114,1 Milliarden Dollar im Januar.
Die treibenden Kräfte hinter der Dollar-Stärke
Geopolitische Risiken sind ein Haupttreiber für die Stärke des Dollars. Die Drohungen des Iran, die regionalen Ölexporte zu blockieren, falls er von den USA oder Israel angegriffen wird, schüren die Sorge vor potenziellen Angebotsunterbrechungen und Inflationsdruck. Ein ehemaliger US-Präsident hat erklärt, dass jede iranische Aktion, die den Ölfluss durch die Straße von Hormus behindert, mit einer US-Intervention beantwortet würde.
Diese geopolitischen Spannungen schüren auch die Angst vor steigender Inflation in den USA, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Federal Reserve die Zinssätze für einen längeren Zeitraum erhöht. Die Marktstimmung, die sich im CME FedWatch Tool widerspiegelt, deutet derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu 95% darauf hin, dass die US-Zinsen bei der März-Sitzung unverändert bleiben werden.
Allerdings präsentierte der jüngste US-Arbeitsmarktbericht ein gemischtes Bild für die Fed. Der Arbeitsmarktbericht für Februar zeigte einen besorgniserregenden Rückgang von 92.000 Arbeitsplätzen. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote im Februar von 4,3% im Vormonat auf 4,4%. Dies verkompliziert die geldpolitischen Aussichten der Federal Reserve etwas.
Der Australische Dollar fand zuvor Unterstützung durch steigende Renditen australischer 10-jähriger Staatsanleihen, die mit rund 5,0% den höchsten Stand seit Juli 2011 erreichten. Eskalierende geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben zu höheren Energiepreisen beigetragen und die Angst vor steigender Inflation geschürt. Diese Inflationssorgen könnten die Reserve Bank of Australia (RBA) potenziell zu einer aggressiveren Geldpolitik bewegen.
Implikationen für Trader
Trader sollten die Daten zum US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Februar genau beobachten, da diese weitere Hinweise auf die Richtung der US-Inflation und die wahrscheinliche Reaktion der Fed geben werden. Aktuelle Schätzungen deuten auf einen Anstieg des Gesamt-VPI von 2,4% gegenüber dem Vorjahr hin.
Wichtige Niveaus, die für den DXY zu beobachten sind, sind der unmittelbare Widerstand bei 99,00, wobei ein Durchbruch darüber potenziell die Tür für weitere Gewinne öffnet. Auf der Unterseite liegt die Unterstützung bei rund 98,50. Für AUD/USD sollten Händler das Niveau von 0,7000 als kritischen Unterstützungsbereich beobachten. Ein Unterschreiten dieses Niveaus könnte ein Zeichen für weitere Schwäche sein.
- US-VPI-Daten beobachten: Eine höher als erwartete Inflation könnte den Dollar stärken.
- Geopolitische Entwicklungen beobachten: Eine Eskalation könnte die Nachfrage nach sicheren Häfen weiter ankurbeln.
- Anleiherenditen verfolgen: Steigende Renditen sowohl in den USA als auch in Australien könnten die Währungsbewertungen beeinflussen.
Letzte Woche erklärte RBA-Gouverneurin Michele Bullock, dass die Zentralbank die potenziellen Auswirkungen des anhaltenden Konflikts auf die Inflationserwartungen weiterhin "sehr aufmerksam" verfolge und bereit sei, die Zinsen zu erhöhen, sollte die Situation dies rechtfertigen.
Der Westpac Consumer Confidence Index für Australien zeigte im März einen Anstieg von 1,2% und erholte sich damit von einem Rückgang von 2,6% im Februar. Demgegenüber erlitt das Geschäftsklima der National Australia Bank (NAB) einen Dämpfer und fiel im Februar von 4 im Januar auf -1, den ersten negativen Wert seit April letzten Jahres. Positiv zu vermerken ist, dass die NAB-Geschäftsbedingungen mit 7 stabil blieben.
Ausblick
Mit Blick auf die Zukunft werden die US-VPI-Daten ein wichtiger Katalysator für Marktbewegungen sein. Ein starker VPI-Wert könnte die Erwartungen an eine anhaltend restriktive Haltung der Fed verstärken und den Dollar weiter ankurbeln. Umgekehrt könnten schwächer als erwartet ausfallende Daten den Dollar belasten und dem Australischen Dollar etwas Entlastung verschaffen. Trader sollten auch weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten aufmerksam verfolgen, da jede Eskalation weitere Volatilität und Kapitalflucht in sichere Häfen auslösen könnte.
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