EUR/USD: Abwärtstrend hält an
EUR/USD nahe Jahrestiefstständen inmitten von Dollarstärke
Das Währungspaar EUR/USD zeigt derzeit eine bärische Dynamik und notiert per 5. März 2026 nahe seiner Jahrestiefststände. Dieser Rückgang wird durch eine Reihe von Faktoren angetrieben, darunter die gestiegene Nachfrage nach dem US-Dollar als sicherer Hafen inmitten anhaltender geopolitischer Instabilität, insbesondere im Nahen Osten. Der Euro hingegen sieht sich aufgrund steigender Energiepreise mit Gegenwind konfrontiert, was die Europäische Union unverhältnismäßig stark belastet.
Am 3. März unterschritt das EUR/USD-Paar das Januar-Tief um 1,15777 und markierte damit den niedrigsten Stand des Jahres. Dieser Durchbruch unterstreicht den anhaltenden Verkaufsdruck auf den Euro im Verhältnis zum Dollar. Anleger sollten die bevorstehenden EZB-Ankündigungen, insbesondere Reden von Christine Lagarde, genau beobachten, da diese zusätzliche Volatilität in den Markt bringen könnten.
Technische Analyse deutet auf weitere Rückgänge hin
Die technische Analyse des EUR/USD-Charts zeigt eine absteigende Kanalformation, die auf einen anhaltenden Abwärtstrend hindeutet. Eine kürzlich beobachtete bärische Umkehrung erfolgte in der 0,382–0,5 Fibonacci-Zone, was auf eine schwache Erholung hindeutet und die bärische Aussicht verstärkt. Das Paar sah sich auch am Median des Kanals mit Widerstand konfrontiert, was die Stärke des Abwärtstrends weiter bestätigt.
Während der lange untere Schatten am Punkt F auf eine aggressive Nachfrage um das psychologische Niveau von 1,15000 hindeutet, begünstigt das technische Gesamtbild weiterhin die Abwärtsbewegung. Forex-Händler sollten sich auf potenzielle Tests neuer Jahrestiefststände und der unteren Begrenzung des absteigenden Kanals einstellen. Die Bewegungen des Paares bleiben empfindlich gegenüber Nachrichten aus dem Nahen Osten, die die Marktstimmung schnell verändern könnten.
Globale Faktoren beeinflussen die Devisenmärkte
Die globale Bedeutung des US-Dollars kann nicht genug betont werden. Er macht über 88% des globalen Devisenumsatzes aus, was einem Durchschnitt von 6,6 Billionen Dollar an täglichen Transaktionen entspricht (Zahlen von 2022). Die Geldpolitik der Federal Reserve spielt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung der Dollarbewertung. Wenn die Inflation das 2%-Ziel der Fed übersteigt, stärken Zinserhöhungen typischerweise den USD.
Umgekehrt können unkonventionelle Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE), die die Zufuhr von Liquidität in das Finanzsystem beinhaltet, den US-Dollar unter Druck setzen. Händler müssen die geldpolitischen Ankündigungen der Fed und die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten genau beobachten, um die potenziellen Auswirkungen auf das EUR/USD-Paar und andere auf Dollar lautende Vermögenswerte abzuschätzen.
Auch andere Währungen geraten unter Druck. Der neuseeländische Dollar (NZD) hat gegenüber dem Greenback nachgegeben und notiert aufgrund eskalierender geopolitischer Spannungen bei etwa 0,5920. Der australische Dollar (AUD) notiert bei etwa 0,7050 und gibt die Gewinne der vorangegangenen Sitzung nach dem Durchbruch unter den Neun-Tage-EMA wieder ab.
Die geldpolitischen Entscheidungen der Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflussen auch den AUD erheblich. Höhere Zinssätze im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften stützen den AUD in der Regel, indem sie ausländisches Kapital anziehen, das höhere Renditen sucht. Chinas Wirtschaftsleistung ist ein weiterer entscheidender Faktor, da es Australiens größter Handelspartner ist. Eisenerz, das etwa 118 Milliarden Dollar an jährlichen Exporten (Zahlen von 2021) ausmacht, ist Australiens größter Einzelexportartikel, wobei China der Hauptimporteur ist.
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