EUR/USD auf Jahrestief: USD/CAD stabil
EUR/USD erreicht neues Jahrestief
Das Währungspaar EUR/USD notiert derzeit nahe seinem Jahrestief und hat am 3. März die Tiefstände vom Januar um 1,15777 unterschritten. Dieser Rückgang ist auf ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren zurückzuführen, vor allem auf die gestiegene Nachfrage nach dem US-Dollar als sicherer Hafen angesichts der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten. Gleichzeitig gerät der Euro aufgrund steigender Energiepreise, die die Europäische Union unverhältnismäßig stark belasten, unter Abwärtsdruck.
Zusätzlich belasten die Vorsicht vor den Ankündigungen der Europäischen Zentralbank (EZB) den Euro. Händler warten gespannt auf die Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Laufe des heutigen Tages, die weitere Hinweise auf die geldpolitische Ausrichtung der Zentralbank geben könnte. Jegliche dovishen Signale von der EZB könnten die Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar noch verstärken.
Technische Analyse deutet auf weiteres Abwärtspotenzial hin
Die technische Analyse des EUR/USD-Charts zeigt ein absteigendes Kanalmuster, was darauf hindeutet, dass die Bären weiterhin die Kontrolle haben. Die jüngste bärische Umkehr in der Nähe der 0,382-0,5 Fibonacci-Retracement-Zone, gepaart mit dem Widerstand am Kanalmedian, verstärkt diese bärische Aussicht. Während der lange untere Schatten bei Punkt F auf eine starke Nachfrage um das psychologische Niveau von 1,15000 hindeutet, deutet das technische Gesamtbild auf ein weiteres Abwärtspotenzial in Richtung eines neuen Jahrestiefs und einen Test der unteren Begrenzung des Kanals hin.
Händler sollten wachsam bleiben, da sich die Marktstimmung als Reaktion auf Nachrichten aus dem Nahen Osten schnell ändern kann. Das aktuelle technische Setup begünstigt jedoch eine Fortsetzung des Abwärtstrends, zumindest kurzfristig.
USD/CAD konsolidiert sich
Das Paar USD/CAD notiert während der europäischen Handelssitzung stabil bei etwa 1,3645. Das Paar konsolidiert sich, da die Erholung des US-Dollars nach einer leichten Korrektur die Stärke des kanadischen Dollars ausgeglichen hat. Die globale Bedeutung des US-Dollars wird durch seine dominante Rolle auf den Devisenmärkten unterstrichen, wo er über 88% des globalen Umsatzes ausmacht, was einem durchschnittlichen Tagesumsatz von 6,6 Billionen US-Dollar entspricht (Zahlen von 2022).
Die Geldpolitik der Federal Reserve spielt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung der Bewertung des US-Dollars. Die Fed verfolgt ein doppeltes Mandat: die Aufrechterhaltung der Preisstabilität (Inflationskontrolle) und die Förderung der Vollbeschäftigung. Zinsanpassungen sind das wichtigste Instrument, um diese Ziele zu erreichen. Wenn die Inflation das 2%-Ziel der Fed übersteigt, erhöht die Zentralbank in der Regel die Zinssätze, um die Wirtschaft abzukühlen, was den USD in der Regel stärkt.
Unkonventionelle Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE), die die Zuführung von Liquidität in das Finanzsystem beinhaltet, können den US-Dollar unter Abwärtsdruck setzen. Umgekehrt hat die quantitative Straffung (QT), bei der die Federal Reserve keine Anleihen mehr kauft, in der Regel einen positiven Einfluss auf den USD.
Für Händler ist die Beobachtung der politischen Entscheidungen und Aussagen der Fed von entscheidender Bedeutung, um die potenzielle Richtung des USD/CAD-Paares zu verstehen. Jegliche Hinweise auf weitere Zinserhöhungen oder eine Verschiebung hin zu einer restriktiveren Haltung könnten den US-Dollar weiter stützen und das Paar möglicherweise nach oben treiben.
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