EUR/USD: Erholung über 1,1450 – Doch die Bären haben das Ruder fest in der Hand - Forex | PriceONN
Der EUR/USD kämpft sich von seinen tiefstenständen seit Juli zurück, doch technische Signale und ein 'Todeskreuz' deuten auf anhaltenden Abwärtsdruck hin.

Erholung über kritische Marke, aber Abwärtsdruck bleibt

Der EUR/USD-Währungspaar versucht, sich nach einem steilen Rückgang über vier Handelssitzungen hinweg zu stabilisieren. Aktuell notiert das Paar nahe der 1,1450-Marke und weicht damit von den Tiefstständen im Juli ab. Diese Erholung erfolgte nach einem Abprall von einer starken Konvergenzzone aus einfachen gleitenden Durchschnitten (SMAs) und einem kurzfristigen Aufwärtstrend, der das Paar zuvor in Richtung der 1,1410-Region gedrängt hatte – Niveaus, die zuletzt im Juli 2025 erreicht wurden. Dennoch scheint das Potenzial für eine signifikante Aufwärtsbewegung begrenzt.

Die technischen Indikatoren senden weiterhin Warnsignale. Sowohl der MACD als auch der RSI weisen auf bärische Tendenzen hin. Der MACD liegt tief unter der Nulllinie und unter seiner roten Signallinie, während der RSI auf dem Niveau der überverkauften Zone stagniert. Ein zusätzlicher Belastungsfaktor ist das sogenannte „Todeskreuz“, eine Kreuzung der 20-Tage- und 200-Tage-SMAs, die den Abwärtsdruck weiter verstärkt.

Geopolitische Unsicherheiten und geldpolitische Weichenstellungen belasten

Diese Marktbewegungen finden vor dem Hintergrund erhöhter Sorgen im Nahen Osten statt. Gleichzeitig stehen in dieser Woche wichtige geldpolitische Sitzungen der Fed und der ECB an. Angesichts der aktuellen geopolitischen Unsicherheiten ist Vorsicht bei den Händlern geboten, was die Volatilität weiter erhöhen könnte.

Auf der Oberseite stellt das Tief vom 9. März bei 1,1506 eine erste Widerstandszone dar. Darauf folgt das 23,6%-Fibonacci-Retracement des Abwärtsganges von Januar bis März bei 1,1568. Deutlich stärkere Widerstände sind bei 1,1667 zu finden – jener Bereich, der den jüngsten Rückgang ausgelöst hat und mit dem SMA-„Todeskreuz“ sowie der kurzfristigen aufsteigenden Trendlinie zusammenfällt.

Auf der Unterseite liegt die Unterstützung unterhalb des jüngsten Schlusskurses von 1,1410. Hier ist das Swing-Tief vom 10. Juni 2025 bei 1,1370 zu nennen, gefolgt von den Tiefstständen im Mai im breiteren Bereich von 1,1310-1,1250.

Analystenperspektive: Vorsichtige Haltung trotz kleiner Erholung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der EUR/USD zwar eine moderate Erholung zeigt, die Preisaktion jedoch defensiv bleibt und es derzeit an starkem Aufwärtsdynamik mangelt. Solange das Paar unterhalb der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie gehandelt wird, dürften Erholungsversuche erneut Verkaufsinteresse auf sich ziehen. Dies hält den Fokus auf niedrigere Unterstützungsniveaus gerichtet.

Die Marktteilnehmer werden die bevorstehenden Zinsentscheidungen der Fed und der ECB genau beobachten. Jegliche Hinweise auf zukünftige geldpolitische Straffungen oder Lockerungen könnten den EUR/USD maßgeblich beeinflussen. Darüber hinaus bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten ein wichtiger Treiber für risikoscheue Marktteilnehmer, was dem US-Dollar tendenziell zugutekommen könnte.

Für Trader bedeutet dies, dass kurzfristige Erholungen Chancen für Short-Positionen bieten könnten, vorausgesetzt, die Widerstandsniveaus halten stand. Die übergeordneten bärischen Signale, insbesondere das „Todeskreuz“, deuten darauf hin, dass die Abwärtsrisiken weiterhin überwiegen.

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