Goldpreis steigt inmitten von Krieg und US-Daten
Edelmetalle profitieren von geopolitischer Unsicherheit
Die Goldpreise sind am Freitag deutlich gestiegen, da Investoren angesichts der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten Zuflucht in sicheren Häfen suchten. Die Kombination aus geopolitischer Instabilität und schwächer als erwartet ausgefallenen US-Wirtschaftsdaten schuf einen idealen Nährboden für Edelmetalle. Der April-Kontrakt für Comex Gold stieg um 74,30 USD, was einem Anstieg von 1,46 % entspricht, und schloss bei 5.153,00 USD pro Feinunze. Auch der April-Kontrakt für Comex Silber verzeichnete einen deutlichen Anstieg und kletterte um 1,978 USD bzw. 2,42 % auf 83,860 USD pro Feinunze.
Eskalierender Konflikt treibt Käufe in sichere Häfen
Die militärische Konfrontation im Nahen Osten, die am 28. Februar mit der koordinierten US-amerikanischen und israelischen Operation gegen den Iran begann, hat sich deutlich verschärft. Berichten zufolge gab es in Iran etwa 1.332 Todesopfer. Der Iran hat mit verstärkten Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärstützpunkte in Katar, Saudi-Arabien, der Türkei, Bahrain und Oman Vergeltung geübt. Diese eskalierende regionale Instabilität hat eine weit verbreitete Risikoaversion an den Finanzmärkten ausgelöst und die Nachfrage nach traditionellen sicheren Häfen wie Gold verstärkt.
US-Wirtschaftsdaten befeuern Spekulationen über Zinssenkungen
Zusätzlich zum Aufwärtsdruck auf Gold trug die Veröffentlichung enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten bei. Das US-Arbeitsministerium berichtete, dass die Wirtschaft im Februar 92.000 Arbeitsplätze abgebaut hat, was einen krassen Gegensatz zum erwarteten Zuwachs von 59.000 darstellt. Dies ist der stärkste Stellenabbau seit vier Monaten, nachdem der Anstieg im Januar auf 126.000 nach unten korrigiert wurde. Auch die Arbeitslosenquote stieg im Februar auf 4,4 %, verglichen mit 4,3 % im Januar, und näherte sich damit dem Vierjahreshöchststand vom November von 4,5 %.
Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 203.000 auf 7.570.000, während die Gesamtbeschäftigung um 185.000 auf 162.910.000 sank. Darüber hinaus wies das US Census Bureau einen Rückgang der Einzelhandelsumsätze um 0,2 % gegenüber Januar aus. Diese Zahlen haben Spekulationen darüber ausgelöst, dass die Federal Reserve eine Lockerung der Geldpolitik möglicherweise früher als bisher erwartet in Erwägung ziehen könnte. Niedrigere Zinssätze kommen Gold in der Regel zugute, da sie die Opportunitätskosten für das Halten des zinslosen Vermögenswerts reduzieren.
Marktausblick und Fed-Politik
Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und wirtschaftlichen Bedenken hat ein komplexes Umfeld für die Federal Reserve geschaffen. Da die Energiepreise aufgrund von Befürchtungen über eine Unterbrechung der Versorgung durch die Straße von Hormuz steigen, sind die Inflationsrisiken ein wachsendes Problem. US-Energieminister Christopher Wright erklärte in einem Interview mit Fox News, dass die US Navy bereit sei, Schiffe zu schützen, die diese wichtige Wasserstraße passieren. Marktanalysten gehen davon aus, dass die Fed den Leitzins auf ihrer bevorstehenden Sitzung am 17. und 18. März wahrscheinlich in der aktuellen Spanne von 3,50 % bis 3,75 % belassen und gleichzeitig die Entwicklungen an der geopolitischen und wirtschaftlichen Front genau beobachten wird. Die langfristigen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf die Weltwirtschaft bleiben ungewiss.
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