Nth Cycle sichert sich 1-Milliarden-Dollar-Abnahmevertrag mit Trafigura für recycelte Batteriemetalle - Rohstoffe | PriceONN
Der Recycling-Technologieentwickler Nth Cycle hat einen bahnbrechenden 10-Jahres-Vertrag mit Trafigura über rund 1,1 Milliarden Dollar abgeschlossen, der die westlichen Lieferketten für kritische Mineralien stärken soll.

Meilenstein für kritische Rohstoffe: Nth Cycle und Trafigura besiegeln Milliarden-Deal

In einer strategisch bedeutsamen Transaktion, die auf dem Indo-Pacific Energy Security Ministerial and Business Forum in Tokio verkündet wurde, hat der US-amerikanische Spezialist für Recyclingtechnologie, Nth Cycle, einen festen 10-Jahres-Abnahmevertrag mit dem globalen Rohstoffhändler Trafigura abgeschlossen. Dieser Deal hat ein Volumen von rund 1,1 Milliarden US-Dollar und markiert einen entscheidenden Schritt zur Stärkung und Diversifizierung westlicher Lieferketten für kritische Mineralien. Die Vereinbarung sieht vor, dass Trafigura 2.000 Tonnen Nickel in Form von Mixed Hydroxide Precipitate (MHP) und 1.500 Tonnen Lithiumkarbonat abnimmt. Diese Mengen werden aus 12.000 Tonnen sogenanntem „Black Mass“ gewonnen, einem aufbereiteten Material aus Altbatterien.

Dieser Multi-Metall-Vertrag ist laut Unternehmensangaben die größte kommerzielle Vereinbarung dieser Art zwischen einem Anbieter von recycelten Rohstoffen und einem Raffineriepartner auf der westlichen Hemisphäre. Mit dieser strategischen Partnerschaft reagieren beide Unternehmen auf die wachsende globale Nachfrage nach Batteriemetallen, die für die Energiewende und die Elektromobilität unerlässlich sind.

Expansion und Technologie: Nth Cycles „Oyster“-System im Fokus

Aufbauend auf der kommerziellen Markteinführung seines „Oyster“-Systems im Jahr 2024 in Fairfield, Ohio, plant Nth Cycle nun eine signifikante Expansion. Neue Betriebsstätten sollen in South Carolina und den Niederlanden entstehen, um die Produktionskapazitäten zu erhöhen. Das innovative „Oyster“-System von Nth Cycle, ein portables elektrochemisches Verfahren, ist darauf ausgelegt, Nickel und Kobalt selektiv aus verschiedenen Quellen wie Schrott, Altbatterien oder auch abgebautem Erz zu extrahieren. Die Standortauswahl für die neuen Anlagen soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, mit einem Produktionsstart, der für 2028 anvisiert wird.

Die Bedeutung dieser Entwicklung unterstrich Nth Cycle CEO Megan O’Connor: „Es besteht ein dringender Bedarf, die Kapazitäten für die Raffination von Black Mass auszubauen und diversifiziertere sowie robustere Lieferketten zu entwickeln. Dies gilt insbesondere für die USA, wo die Sicherung heimischer Verarbeitungsfähigkeiten für kritische Mineralien zunehmend im Zentrum der Energie- und Industriepolitik steht.“

Daniel von Arx, Global Head of Battery Metals bei Trafigura, bekräftigte die strategische Ausrichtung: „Wir freuen uns, mit Nth Cycle zusammenzuarbeiten, um die Lieferketten für kritische Mineralien zu stärken und zu diversifizieren. Ohne Raffination gibt es keine kritischen Mineralien. Dieser Abnahmevertrag unterstreicht unser Engagement zur Unterstützung der Versorgungssicherheit. Die Kombination aus Nth Cycles innovativer Raffinationstechnologie und unserer globalen Reichweite, Skalierbarkeit und unserem Logistiknetzwerk positioniert uns ideal, um diese lebenswichtigen Ressourcen mit Kunden weltweit zu verbinden.“

Regionale Stärkung: Projekt SHIELD und EU-Initiativen

In den USA wird die neue Niederlassung in South Carolina unter dem Namen Projekt SHIELD (Strategic Hub for Industrial Electro-Extraction & Logistics Defense) firmieren. Diese Operationen sollen heimische Lieferketten stärken, unterstützt durch US-Bundesinitiativen und diverse Schlüsselindustrien wie Energiespeichersysteme, KI-Rechenzentren, Verteidigungssysteme und Transportanwendungen. Der Standort profitiert von strategisch günstigem Zugang zu Seehäfen und der Nähe zu einem der am schnellsten wachsenden Energiekorridore Nordamerikas.

Die europäischen Aktivitäten von Nth Cycle werden durch eine 7,5-Millionen-Euro-Förderung aus dem National Growth Fund der Niederlande unterstützt, die im Rahmen der „Critical Raw Materials (CRM) Lion“-Initiative vergeben wurde. Ziel ist der Aufbau zirkulärer Lieferketten, die den europäischen Netto-Null-Vorschriften entsprechen. Dazu gehören Vorgaben zur Nutzung von recyceltem Kobalt und Nickel in neuen Elektrofahrzeugen, Beschränkungen für den grenzüberschreitenden Versand von Black Mass und das Verbot dessen Exports nach China. Diese regulatorischen Rahmenbedingungen schaffen einen starken Anreiz für lokale Recycling- und Raffinationsprozesse.

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