Octopus-Chef drängt UK zur Nutzung von Nordseeöl
Energiekrise und Nordseeöl
Greg Jackson, Gründer von Octopus und Regierungsberater, hat die Labour-Partei eindringlich aufgefordert, die vorhandenen Ressourcen in der Nordsee zu nutzen und ihre zentralen Netto-Null-Strategien zu überdenken. Angesichts des Konflikts im Nahen Osten stehe das Land vor einem drohenden Schock bei den Energiepreisen, so Jackson.
Der CEO von Octopus, der auch Mitglied des industriellen Strategiebeirats ist und enge Beziehungen zu Schlüsselfiguren der Regierung, einschließlich Wirtschaftsminister Peter Kyle, pflegt, warnte vor unmittelbar bevorstehenden "wirtschaftlichen Schäden" durch die Krise.
Er forderte die britische Regierung auf, "Wunschdenken" und "Ideologie" aufzugeben, um die Preise stabil zu halten und die Wirtschaft zu stützen. Seiner Ansicht nach sollte Großbritannien die vorhandenen Ölquellen in der Nordsee nutzen, anstatt Gas von anderen Kontinenten zu importieren.
"Die globalen Gaspreise haben sich verdoppelt, seit der Iran faktisch die Straße von Hormus geschlossen hat, und die britischen Strompreise im Großhandel sind um etwa 50% gestiegen", schrieb Jackson in The Telegraph.
Er fügte hinzu: "Preiserhöhungen bei Energie sind schlimm genug, aber sie wirken sich auf die Inflation aus, was wiederum die Zinsen erhöht und den wirtschaftlichen Schaden noch verstärkt."
Jackson schlug außerdem vor, Subventionskosten und "teure Ablenkungen", einschließlich Projekte zur Kohlenstoffabscheidung und Wasserstoffprojekte, aus den Energierechnungen zu streichen.
Forderungen nach verstärkter Exploration
Seine Intervention erhöht den Druck auf Energieminister Ed Miliband, der die Regierung dazu gedrängt hat, ihre Netto-Null-Bemühungen zu verstärken.
Oppositions Parteien haben zugesagt, die Beschränkungen für die Exploration in der Nordsee aufzuheben, während Präsident Trump Sir Keir Starmer gedrängt hat, die Steuern für Energiekonzerne, die in diesem Gebiet tätig sind, zu senken.
Die Resolution Foundation warnte davor, dass sich die Energierechnungen im Laufe dieses Jahres um etwa 500 £ erhöhen könnten, sollten die jüngsten Anstiege der Öl- und Gaspreise anhalten.
Finanzministerin Reeves traf sich in London mit Führungskräften der Nordseeölkonzerne BP, Serica und TotalEnergies, um über steigende Energiepreise zu diskutieren, was Spekulationen darüber befeuerte, dass die Regierung die Regulierung von Unternehmen lockern könnte, um den Druck auf die britische Bevölkerung zu verringern.
Politische Reaktionen
Es wird davon ausgegangen, dass die Finanzministerin sagte, sie wolle die Energiesteuer durch einen anderen Steuermechanismus ersetzen, der auf Einnahmen und Marktpreisen basiert, wie bereits von der Regierung angekündigt.
Sie warnte jedoch, dass angesichts des Konflikts im Nahen Osten größere Unsicherheit über die Politik herrsche.
Eine Regierungsquelle sagte: "Die Finanzministerin hat der Industrie gegenüber deutlich gemacht, dass sie die Energiesteuer beenden will. Sie hat dieses Versprechen gegeben und hält daran fest. Tatsächlich wollte sie diese Zusage diese Woche geben. Aber die Krise im Nahen Osten hat Auswirkungen auf Öl- und Gaspreise in Echtzeit und es ist richtig, dass wir darauf reagieren."
Starmer sagte während der Fragestunde des Premierministers, dass der "Sprint" zur Dekarbonisierung des Stromnetzes wichtiger sei, um zu verhindern, dass das Vereinigte Königreich zu stark von internationalen Märkten abhängig sei.
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