Phoenix Copper: Führungskräfte entlassen
Interne Untersuchung führt zu Konsequenzen bei Phoenix Copper
Phoenix Copper (AIM: PXC) hat seinen Executive Chairman und den Chief Financial Officer mit sofortiger Wirkung entlassen. Dies geschah, nachdem eine interne Untersuchung nicht offengelegte Transaktionen und unautorisierte Zahlungen im Zusammenhang mit Kapitalbeschaffungsmaßnahmen aufgedeckt hatte. Das Unternehmen reagiert damit auf schwerwiegende Vorwürfe der Veruntreuung und des Missmanagements.
Details der unautorisierten Zahlungen
Wie das auf Kupferexploration in den USA spezialisierte Unternehmen am Montag mitteilte, wurden der ehemalige Executive Chairman Marcus Edwards-Jones und CFO Richard Wilkins entlassen, nachdem der Vorstand festgestellt hatte, dass zwischen 2016 und 2025 rund 1,765 Millionen Dollar an Lloyd Edwards-Jones, ein von Edwards-Jones kontrolliertes Corporate-Finance-Beratungsunternehmen, geflossen waren. Diese Zahlungen erfolgten laut Phoenix Copper durch Wilkins im Zusammenhang mit Finanzierungsaktivitäten, jedoch ohne Wissen oder Zustimmung des Vorstands. Zudem soll Wilkins von diesen Zahlungen profitiert haben.
Die Transaktionen wurden gemäß den AIM-Regeln als Geschäfte mit verbundenen Parteien eingestuft, jedoch weder offengelegt noch von unabhängigen Direktoren oder dem Nominated Adviser des Unternehmens genehmigt. Zusätzlich zu diesen Zahlungen wurden weitere unautorisierte Zahlungen in Höhe von 610.000 britischen Pfund (ca. 815.000 Dollar) entdeckt. Ein Teil dieser Gelder wurde ohne Zustimmung des Vorstands an einen Vermittler im Zusammenhang mit einer Anleihefinanzierung überwiesen, während andere Zahlungen trotz ausdrücklicher Anweisung der Direktoren, diese nicht vorzunehmen, getätigt wurden.
Reaktion des Unternehmens und Ausblick
Phoenix Copper betonte, dass beide ehemaligen Führungskräfte ihre Bereitschaft signalisiert hätten, bei der Rückforderung der Gelder zu kooperieren. Um die Unternehmensführung und die internen Kontrollmechanismen zu stärken, hat die unabhängige Non-Executive Director Catherine Evans interimistisch den Vorsitz übernommen. Sie arbeitet eng mit CEO Ryan McDermott zusammen. Zudem wurde ein Interim-CFO ernannt, der die Fertigstellung des Audits für 2025 überwachen soll. Der Wirtschaftsprüfer Crowe UK wurde über die Ergebnisse der internen Untersuchung informiert. Aktuell geht das Unternehmen davon aus, dass die historischen Finanzberichte keiner Korrektur bedürfen, abgesehen von der Offenlegung der Zahlungen als Transaktionen mit verbundenen Parteien in den Jahresabschlüssen für 2025.
Die Liquiditätssituation von Phoenix Copper bleibt angespannt. Nach Überprüfung des Cashflows und Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen geht das Unternehmen davon aus, dass die vorhandenen liquiden Mittel die Geschäftstätigkeit bis zum Ende des zweiten Quartals 2026 finanzieren können. Das Unternehmen steht nun vor der Herausforderung, das Vertrauen der Investoren wiederzugewinnen und die notwendigen Schritte einzuleiten, um zukünftige Vorfälle dieser Art zu verhindern.
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