Schlappe für Custodia Bank: Gericht weist Klage auf Master Account ab - Krypto | PriceONN
Ein US-Bundesgericht hat die Klage der Custodia Bank gegen die Federal Reserve abgewiesen, womit der Kampf der Krypto-Bank um direkten Zugang zum Zahlungssystem der Zentralbank beendet ist. Ein Richter argumentierte, dass ein Master Account für den täglichen Betrieb einer Bank "unerlässlich" sei.

Niederlage vor Gericht: Custodia Bank scheitert mit Klage

Ein US-Bundesgericht hat den letzten Versuch der Custodia Bank abgewiesen, die Autorität der Federal Reserve (Fed) bei der Vergabe von Master Accounts anzufechten. Damit endet der fünfjährige Kampf der auf Krypto fokussierten Bank um direkten Zugang zum Zahlungssystem der Zentralbank. Der US Court of Appeals for the Tenth Circuit teilte am Freitag in einer Akte mit, dass er Custodias letzte Berufung in dieser Frage mit einer Abstimmung von 7-3 ablehnen werde.

Custodia hatte erstmals im Oktober 2020 einen Master Account beantragt. Dieser ermöglicht es Finanzinstituten, Reserven direkt bei der Federal Reserve zu halten und auf deren Zahlungsverkehrssysteme zuzugreifen. Dies ermöglicht es ihnen, Transaktionen abzuwickeln, ohne auf zwischengeschaltete Banken angewiesen zu sein. Nachdem die Fed ihren Master Account-Antrag abgelehnt hatte, wandte sich Custodia an die Gerichte und argumentierte, der Monetary Control Act berechtige staatlich zugelassene Banken zum Zugang zu den Dienstleistungen der Fed und damit zu einem Master Account. Mehrere Gerichte haben nun jedoch entschieden, dass die Fed das Ermessen behält, ob sie Master Accounts gewährt.

Diese Niederlage für Custodia kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Kraken als erste Krypto-Plattform am 4. März einen Master Account von der Federal Reserve Bank of Kansas City erhalten hat. Der Master Account von Kraken ermöglicht es dem Unternehmen, sich mit dem Fedwire-Zahlungssystem zu verbinden, umfasst jedoch nicht den vollen Umfang der Dienstleistungen, die traditionellen Banken zur Verfügung stehen. Dieser Schritt weckte die Hoffnung, dass die US-Regulierungsbehörden Krypto-Firmen "abgespeckte" oder eingeschränkte Master Accounts anbieten könnten.

Kritik an der Entscheidung: "Todesurteil" für Banken ohne Master Account?

Obwohl nur drei Richter Custodia zustimmten, verfasste einer von ihnen, Richter Timothy Tymkovich, eine deutliche abweichende Meinung. Er erklärte, dass "ein Master Account für den Betrieb einer Bank 'unerlässlich' ist" und die Verweigerung eines solchen "einem Todesurteil gleichkommt". Er merkte an, dass die Fed drei Monate nach Custodias Antrag im Oktober 2020 erklärte, Custodia sei berechtigt und teilte ihr mit, dass es bei ihrem Antrag "keine Showstopper" gebe. Er fügte hinzu: "Ich stimme nicht zu, dass die Reserve Banks ein Ermessen über Kontoanträge haben, und hätte die Mandamus-Klage zugelassen."

Auswirkungen auf den Markt

Die Entscheidung des Gerichts könnte den Wettbewerb im Krypto-Bankensektor weiter verstärken, da etablierte Akteure mit Master Accounts einen Vorteil gegenüber neuen Marktteilnehmern ohne direkten Zugang zum Fed-Zahlungssystem haben. Dies könnte sich negativ auf kleinere Krypto-Unternehmen auswirken, die auf Intermediäre angewiesen sind, um Transaktionen abzuwickeln. Die Entscheidung könnte auch Auswirkungen auf den Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen haben, da sie die Fähigkeit von Krypto-Banken beeinflusst, effizient mit dem traditionellen Finanzsystem zu interagieren. Händler sollten die regulatorischen Entwicklungen genau beobachten, da diese weiterhin die Zukunft des Krypto-Bankwesens prägen werden. Auch die Entwicklung von Ethereum (ETH) und anderen Altcoins könnte durch diese Entscheidung beeinflusst werden.

Es bleibt abzuwarten, ob die US-Regulierungsbehörden in Zukunft weitere Master Accounts an Krypto-Unternehmen vergeben werden. Die Entscheidung im Fall Custodia Bank deutet jedoch darauf hin, dass die Fed weiterhin vorsichtig vorgehen wird, wenn es darum geht, Krypto-Unternehmen direkten Zugang zu ihrem Zahlungssystem zu gewähren. Dies könnte den Innovationsgeist im Krypto-Sektor bremsen und die Etablierung neuer Geschäftsmodelle erschweren. Beobachter sollten die Reaktion des Dollar Index (DXY) und anderer traditioneller Finanzwerte verfolgen, da diese als sichere Häfen in Zeiten regulatorischer Unsicherheit dienen könnten.

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