Gold legt zu vor Powells Rede: Geopolitische Spannungen stützen den Preis
Gold trotzt Dollarstärke und steigt über 4.500 USD
Der Goldpreis hat am Montag frühere Verluste wettgemacht und notiert nun wieder über der Marke von 4.500 US-Dollar je Feinunze. Diese Erholung erfolgte vor dem Hintergrund uneinheitlicher Nachrichten bezüglich der iranisch-amerikanischen Beziehungen und der laufenden Friedensgespräche. Die Feinunze XAUUSD verzeichnete einen Anstieg von 0,8 Prozent und erreichte 4.531 US-Dollar. Auch die US-Gold-Futures für Juni-Lieferungen zeigten sich fester und stiegen um 0,8 Prozent auf 4.560 US-Dollar.
Parallel dazu bewegt sich der US-Dollar in der Nähe eines 10-Monats-Hochs und steuert auf den größten monatlichen Zuwachs seit Juli des Vorjahres zu. Die steigenden Energierisiken, die durch die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran ausgelöst wurden, verunsichern die Anleger zunehmend. Die Ölpreise steuern derweil auf ihren größten monatlichen Anstieg überhaupt zu, da der Nahostkonflikt bereits seine fünfte Woche erreicht, ohne dass eine klare Lösung in Sicht ist.
Unsicherheit im Nahen Osten treibt Rohstoffpreise und beeinflusst Geldpolitik
US-Präsident Donald Trump bezeichnete die neuen iranischen Spitzenvertreter als „sehr vernünftig“, was Hoffnungen auf einen möglichen Durchbruch in den Verhandlungen nährte. Gleichzeitig sendete er jedoch widersprüchliche Signale aus, indem er ankündigte, er würde gerne „das Öl im Iran nehmen“ und die USA könnten Kharg Island, den iranischen Ölexporthafen, „ziemlich einfach“ einnehmen. Anleger bereiten sich auf einen anhaltenden Golfkonflikt vor, nachdem die Huthi-Rebellen sich dem Konflikt angeschlossen haben und zusätzliche US-Truppen in den Nahen Osten entsandt wurden.
Es bestehen Befürchtungen, dass die jemenitischen Huthi-Rebellen Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und wichtige saudische Energieinfrastrukturen starten könnten. Das Pentagon bereitet sich Berichten zufolge auf wochenlange Bodenoperationen im Iran vor. Diese geopolitische Instabilität wirkt sich direkt auf die Rohstoffmärkte aus, wobei Brent und WTI Rohöl deutliche Aufschläge verzeichnen.
In den USA stehen diese Woche wichtige Wirtschaftsdaten auf dem Programm, darunter die JOLTS-Stellenangebote, Verbrauchervertrauensdaten, die ADP-Beschäftigungsumfrage sowie die endgültigen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor. Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht für März wird ebenfalls mit Argusaugen beobachtet.
Ausblick auf die Geldpolitik: Fed im Fokus
Die für später am Tag angesetzten Reden von Federal Reserve (Fed) Vorsitzendem Jerome Powell und dem einflussreichen Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams, werden genau analysiert, um Hinweise auf mögliche geldpolitische Kursänderungen zu erhalten. Anna Paulson, Präsidentin der Philadelphia Fed, merkte an, dass der Iran-Krieg neue Risiken für Inflation und Wachstum schaffe, ohne jedoch konkrete Auswirkungen auf die kurzfristige Geldpolitik zu spezifizieren.
Laut dem FedWatch Tool der CME preisen die Märkte derzeit keine Zinssenkungen durch die US-Notenbank in diesem Jahr ein. Dies steht im Kontrast zu den Erwartungen vor dem Ausbruch des Nahostkonflikts, als noch zwei Zinssenkungen erwartet wurden. Die anhaltende Unsicherheit und die sich abzeichnende Divergenz zwischen den Marktpreisen und früheren Erwartungen könnten den US-Dollar weiter stützen und gleichzeitig die Nachfrage nach sichereren Häfen wie Gold aufrechterhalten.
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