Goldman Sachs korrigiert Ölpreisprognose nach oben: Eskalation im Nahen Osten befeuert Befürchtungen - Energie | PriceONN
Goldman Sachs hat seine Ölpreisprognose aufgrund der Zuspitzung des Konflikts im Nahen Osten erneut angehoben. Brent Crude soll im letzten Quartal des Jahres bei 71 USD pro Barrel und WTI bei durchschnittlich 67 USD pro Barrel gehandelt werden.

Neue Ölpreisprognose von Goldman Sachs

Die Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Ölpreisprognose abermals nach oben revidiert. Als Begründung werden die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten angeführt. Konkret erwarten die Analysten der Bank, dass der Preis für Brent Crude im vierten Quartal dieses Jahres bei 71 USD pro Barrel liegen wird. Für WTI wird im gleichen Zeitraum ein Durchschnittspreis von 67 USD pro Barrel prognostiziert.

Zum Vergleich: In der vorherigen Prognose ging Goldman Sachs für das vierte Quartal 2026 von einem Brent Crude Preis von 66 USD und einem WTI Preis von 62 USD aus. Aktuell notiert Brent Crude bei rund 100 USD pro Barrel, während WTI die Marke von 90 USD überschritten hat. Die jüngste Anpassung der Prognose basiert auf der Annahme, dass die Ölflüsse durch die Straße von Hormus für einen Zeitraum von 21 Tagen massiv eingeschränkt sein werden, und zwar auf durchschnittlich nur 10 % des Vorkriegsniveaus. Anschließend soll es einen Monat der allmählichen Erholung geben. In der vorherigen Aktualisierung waren die Analysten von einer Unterbrechung von lediglich 10 Tagen ausgegangen.

Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt

Anfang dieser Woche einigten sich die Mitglieder der Internationalen Energieagentur (IEA) auf die Notfallfreigabe von Rohöl aus ihren Lagerbeständen, um die Preise zu stabilisieren. Die freigegebene Menge erreichte mit 400 Millionen Barrel ein Allzeithoch. Die Analysten von Goldman Sachs hatten ein Modell erstellt, das eine Freigabe von rund 254 Millionen Barrel plus 31 Millionen Barrel aus Russland vorsah. Eine solche Freigabe würde die Auswirkungen auf das globale Ölangebot um 50 % reduzieren, so die Analysten.

Expertenanalyse und Implikationen für Trader

Die erneute Anpassung der Ölpreisprognose durch Goldman Sachs unterstreicht die hohe Sensibilität des Ölmarktes gegenüber geopolitischen Risiken. Die Eskalation im Nahen Osten hat die Befürchtungen hinsichtlich einer Angebotsverknappung deutlich verstärkt. Für Anleger und Trader bedeutet dies erhöhte Volatilität und die Notwendigkeit, geopolitische Entwicklungen genau zu beobachten.

Besonders betroffen sind natürlich Öl- und Gasunternehmen, aber auch energieintensive Branchen wie die Chemieindustrie oder der Transportsektor. Trader sollten die Preisentwicklung von Brent Crude und WTI genau im Auge behalten. Wichtige Unterstützungs- und Widerstandsniveaus könnten sich durch die aktuellen Entwicklungen verschieben. Auch die Entwicklung des USD/CAD Paares könnte interessant sein, da die kanadische Wirtschaft stark vom Ölpreis abhängig ist. Ein steigender Ölpreis könnte den kanadischen Dollar stärken.

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