Goldpreis fällt: Inflation und starker Dollar
Gold unter Druck durch Dollarstärke
Der Goldpreis ist am Montag deutlich gefallen, da sich Investoren verstärkt dem US-Dollar zuwenden. Auslöser sind die stark gestiegenen Ölpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten, die Inflationssorgen schüren. Zudem rechnen Marktteilnehmer mit einer restriktiveren Geldpolitik wichtiger globaler Zentralbanken.
Der Front Month Comex Gold für April-Lieferung ist um $54.6 (oder 1.06%) auf $5,104.10 pro Feinunze gefallen.
Auch der Front Month Comex Silver für April-Lieferung verzeichnete einen Rückgang von $0.216 (oder 0.26%) auf $84.230 pro Feinunze.
Eskalation im Nahen Osten treibt Ölpreise
Der Konflikt im Nahen Osten, der am 28. Februar mit einem Angriff der US-amerikanischen und israelischen Streitkräfte auf den Iran begann (Operation Epic Fury genannt), dauert nun schon 10 Tage an. Bisher wurden fast 1,255 Iraner getötet.
Während der Iran Gegenangriffe startete, kündigten die Behörden heute Mojtaba Khamenei als Nachfolger des getöteten Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei an.
Bereits einige Tage zuvor, als Mojtabas Name (der als Hardliner gilt) als neuer Führer im Gespräch war, weigerte sich US-Präsident Donald Trump, ihn anzuerkennen, und betonte, dass die USA einen geeigneten Führer für den Iran auswählen würden. Trump forderte auch die bedingungslose Kapitulation der iranischen Streitkräfte.
Während die USA und Israel weiterhin den Iran bombardieren, startete der Iran Angriffe auf fast neun Länder in der Golfregion und zielte dabei auf US-Militärstützpunkte.
Berichten zufolge hat die US-Regierung den Verkauf von Tausenden von BLU-110A/B Allzweckbomben an die israelische Luftwaffe genehmigt.
Der Öl- und Energietransport über die Straße von Hormuz ist stark beeinträchtigt, da der Iran Schiffe angreift, die diese wichtige Schifffahrtsroute passieren.
Da der Krieg scheinbar kein Ende in Sicht hat, sind die Rohölpreise um mehr als 20% gestiegen. WTI-Rohöl zur Lieferung im April wurde zuletzt bei $95.15 gehandelt, ein Plus von $4.25 (oder 9.24%).
Der U.S. Dollar Index notierte zuletzt bei 99.07.
Zinsängste belasten Gold zusätzlich
Die globalen Aktienindizes gaben heute insbesondere in Asien nach. Besonders betroffen sind asiatische Volkswirtschaften, die auf die Ölversorgung aus der Golfregion angewiesen sind, die nun zum Erliegen gekommen ist, was massive wirtschaftliche Bedenken auslöst.
Trotz der grundsätzlich stützenden Wirkung der Safe-Haven-Nachfrage aufgrund der Möglichkeit einer Verlängerung des Golfkriegs gab das Edelmetall heute nach, nachdem Experten die Ansicht vertraten, dass die großen globalen Zentralbanken aufgrund von Inflationssorgen in den kommenden Tagen eine restriktivere Haltung einnehmen würden.
Am vergangenen Freitag erklärte die Präsidentin der Federal Reserve Bank von Cleveland, Beth Hammack, dass die Zinsen für geraume Zeit stabil bleiben sollten, um die Inflation zu kontrollieren.
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