Goldpreis unter Druck: Zweite Verlustwoche in Sicht? - Rohstoffe | PriceONN
Der Goldpreis tendiert zu einer zweiten wöchentlichen Verlustperiode, bleibt aber seit Jahresbeginn mit 17% im Plus. Silber erlebt einen noch deutlicheren Rückgang.

Gold unter der Lupe: Geopolitik und Zinsängste

Der Goldpreis ist am Freitag unter die Marke von 5.100 Dollar pro Unze gefallen und steuert auf die zweite Verlustwoche in Folge zu. Hauptgrund dafür sind die anhaltend hohen Energiepreise, die durch die Unsicherheiten im Nahen Osten befeuert werden und die Erwartungen an steigende Zinsen verstärken. Im Tief fiel der Spotpreis für Gold um bis zu 1% auf rund 5.020 Dollar pro Unze, konnte sich dann aber wieder etwas erholen. Silber erlitt noch deutlichere Verluste und sank um fast 5%, wobei es die Marke von 80 Dollar pro Unze nur knapp halten konnte.

Der Goldpreis bewegte sich in den letzten Handelstagen seitwärts, da der Konflikt im Nahen Osten weiterhin andauert. Einem anfänglichen Preisanstieg nach dem US-israelischen Angriff auf den Iran folgte ein stärkerer Rückgang. Seitdem bewegt sich der Goldpreis hauptsächlich in einer engen Spanne zwischen 5.000 und 5.200 Dollar pro Unze.

Die Inflationsängste, die durch den anhaltenden Krieg geschürt werden, bremsen den Goldpreis in dieser Phase. Investoren sehen die Wahrscheinlichkeit sinken, dass die Federal Reserve und andere globale Zentralbanken die Zinsen senken werden. Niedrigere Zinsen wären grundsätzlich positiv für Gold, da es selbst keine Zinsen abwirft. Diese Gemengelage belastet das Edelmetall.

Expertenmeinung zur aktuellen Goldpreisentwicklung

"Der Goldpreis kann weiterhin nicht von der geopolitischen Krise profitieren", kommentierte Barbara Lambrecht, Rohstoffanalystin bei der Commerzbank Research, in einer aktuellen Analyse. "Da die Öl- und Gaspreise in dieser Woche erneut deutlich gestiegen sind, nehmen auch die Inflationsrisiken zu. Dies könnte die Zentralbanken zu Gegenmaßnahmen zwingen."

Zusätzlich befeuert werden die Inflationssorgen durch die jüngsten US-Wirtschaftsdaten. Diese zeigen, dass die Konsumausgaben im Januar kaum gestiegen sind, was darauf hindeutet, dass der Preisdruck bereits vor den Angriffen auf den Iran zugenommen hat. Zwei Wochen nach Beginn der Eskalation ist die Stimmung der US-Verbraucher auf ein Drei-Monats-Tief gesunken, was auf die Angst vor hoher Inflation oder sogar Stagflation zurückzuführen ist.

Mit den Kursbewegungen vom Freitag steuert Gold nun auf eine zweite Verlustwoche in Folge zu. Seit dem Erreichen eines Rekordhochs von fast 5.600 Dollar pro Unze Ende Januar ist der Preis des Edelmetalls um fast 9% gesunken, liegt aber immer noch 17% über dem Wert vom Jahresbeginn. Silber hingegen, das zwar im Wochenverlauf zulegen konnte, hinkt Gold mit einem Plus von 10% seit Jahresbeginn hinterher.

Implikationen für Anleger und Trader

Die aktuelle Situation bietet sowohl Chancen als auch Risiken für Anleger. Einerseits könnte eine Eskalation im Nahen Osten den Goldpreis weiter antreiben. Andererseits könnten steigende Zinsen und ein starker US-Dollar den Preis belasten. Trader sollten die Entwicklung der Energiepreise, die Inflationsdaten und die Zinspolitik der Fed genau beobachten. Besonders relevant sind die Marken von 5.000 und 5.200 Dollar pro Unze. Ein nachhaltiges Unterschreiten der 5.000 Dollar Marke könnte weitere Abwärtsbewegungen auslösen, während ein Ausbruch über 5.200 Dollar das Potenzial für eine Rallye eröffnet.

Neben Gold sollten Anleger auch andere Anlageklassen wie Rohöl (Brent, WTI), Devisen (insbesondere USD) und Aktienindizes (z.B. S&P 500) im Auge behalten, da diese ebenfalls von den aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst werden.

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