Ölpreisrally treibt US-Bohraktivität an – Brent über 100 Dollar! - Energie | PriceONN
Die Zahl der aktiven Öl- und Gasbohranlagen in den USA ist gestiegen, während die Brent-Rohölpreise erstmals seit Jahren die Marke von 100 Dollar pro Barrel überschritten haben. Die geopolitische Lage und Produktionskürzungen beeinflussen den Markt.

US-Bohraktivität zieht an

Die Gesamtzahl der aktiven Bohranlagen für Öl und Gas in den Vereinigten Staaten ist in der vergangenen Woche gestiegen. Dies geht aus neuen Daten hervor, die von Baker Hughes am Freitag veröffentlicht wurden. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Anlagen in den USA auf 553, was einem Rückgang von 39 gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres entspricht. Die Zahl der aktiven Ölbohranlagen stieg im letzten Berichtszeitraum um 1 auf 412, wie aus den Daten hervorgeht. Dies sind 75 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Zahl der Gasbohranlagen stieg ebenfalls um 1 und erreichte 133, was 33 mehr sind als im Vorjahr. Die Zahl der sonstigen Bohranlagen blieb unverändert bei 8.

Die jüngsten Daten der EIA zeigten, dass die wöchentliche US-Rohölproduktion in der Woche zum 6. März um 18.000 bpd auf durchschnittlich 13,678 Millionen bpd gesunken ist, was 184.000 bpd unter dem Allzeithoch liegt.

Der Frac Spread Count von Primary Vision, eine Schätzung der Anzahl der Crews, die Bohrlöcher fertigstellen, stieg in der Woche zum 6. März erneut um 3, nachdem er in der Vorwoche um 7 Crews gestiegen war. Die Zahl der aktiven Bohranlagen im Permian Basin blieb unverändert bei 241, was 60 Anlagen unter dem Vorjahresniveau entspricht. Die Zahl im Eagle Ford blieb ebenfalls unverändert bei 43, was 5 weniger sind als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Marktdynamik im Fokus

Die Ölpreise sind weiterhin erheblichen Schwankungen unterworfen, da der kritischste Öl-Engpass der Welt, die Straße von Hormuz, weiterhin weitgehend unpassierbar ist. Viele Ölproduzenten am Golf, darunter Irak, Kuwait und Saudi-Arabien, drosseln Berichten zufolge die Ölproduktion, da es schlichtweg keine Abnehmer gibt. Brent-Futures werden zum ersten Mal seit Jahren bei über 100 Dollar pro Barrel gehandelt und erreichen 101,96 Dollar pro Barrel (+1,49 %). WTI notierte am Tag mit 1,49 Dollar pro Barrel im Plus bei 97,22 Dollar, was einem Anstieg von mehr als 7 Dollar pro Barrel gegenüber der Vorwoche entspricht.

Ausblick für Trader und Investoren

Der Anstieg der Bohraktivität in den USA deutet auf eine Reaktion der Ölproduzenten auf die gestiegenen Preise hin. Allerdings bleibt die geopolitische Lage angespannt, was die Volatilität erhöht. Trader sollten die Entwicklung im Nahen Osten, insbesondere die Situation in der Straße von Hormuz, genau beobachten. Auch die Lagerbestandsdaten der EIA und die Produktionszahlen der OPEC werden wichtige Indikatoren für die weitere Preisentwicklung sein. Ein Unterschreiten der Marke von 95 Dollar bei WTI könnte auf eine kurzfristige Korrektur hindeuten, während ein nachhaltiger Anstieg über 102 Dollar bei Brent weiteres Aufwärtspotenzial signalisieren würde. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation auf andere Anlageklassen wie den Euro und den DAX auswirken wird, da steigende Energiepreise inflationäre Tendenzen verstärken könnten.

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