EUR/USD in engen Bahnen: Fokus auf Fed-Protokoll - Forex | PriceONN
Der EUR/USD handelt um 1.1432, nachdem schwache US-Arbeitsmarktdaten und fallende Ölpreise den Dollar belastet haben. Investoren warten nun gespannt auf das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung.

Leichte Gewinne für den EUR/USD, Dollar unter Druck

Am Montag bewegte sich der EUR/USD-Kurs um die Marke von 1.1432. Zum Ende der Vorwoche konnte das Hauptwährungspaar moderate Gewinne verzeichnen. Schwächere als erwartete US-Arbeitsmarktdaten und niedrigere Ölpreise haben den US-Dollar belastet. Dies veranlasste Investoren dazu, ihre Erwartungen hinsichtlich einer weiteren strafferen Geldpolitik der Federal Reserve zu überdenken. Der am vergangenen Freitag veröffentlichte Bericht zu den Non-Farm Payrolls zeigte, dass die US-Wirtschaft im Juni lediglich 57.000 neue Arbeitsplätze schuf. Dies lag deutlich unter den prognostizierten 110.000 und markierte das schwächste Ergebnis seit vier Monaten. Diese Entwicklung verringert die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed bereits im September.

Ein weiterer Faktor, der den Dollar unter Druck setzte, war der Rückgang der Ölpreise. Die Wiederherstellung der Lieferungen durch die Straße von Hormuz sowie Erwartungen an eine erhöhte Fördermenge der OPEC+ haben Bedenken hinsichtlich eines potenziellen globalen Überangebots geweckt. Diese Dynamik trägt dazu bei, Inflationsrisiken zu reduzieren und damit auch den Bedarf an weiteren Zinserhöhungen.

Technische Analyse und Ausblick

Auf dem H4-Chart des EUR/USD ist ein Konsolidierungsbereich um 1.1422 zu beobachten, der sich derzeit zwischen 1.1422 und 1.1470 erstreckt. Ein Aufwärtsausbruch aus dieser Spanne würde auf eine Korrekturbewegung in Richtung 1.1480 hindeuten, gefolgt von einem Rückgang auf 1.1260. Ein Abwärtsausbruch würde den Weg für eine direkte Bewegung auf 1.1260 ebnen. Der MACD-Indikator unterstützt dieses Szenario, wobei seine Signallinie über Null liegt, aber fest nach unten zeigt, was auf eine fortgesetzte bärische Dynamik hindeutet.

Auf dem H1-Chart erreichte der EUR/USD-Kurs 1.1470 und bildet nun eine Konsolidierungsspanne unterhalb dieses Niveaus. Eine Ausweitung der Spanne auf 1.1408 abwärts und 1.1480 aufwärts wird erwartet, gefolgt von einem Rückgang auf 1.1260. Der Stochastik-Oszillator bestätigt dieses Szenario mit seiner Signallinie bei 50, die nach unten in Richtung 20 zeigt.

Marktfokus auf das Fed-Protokoll

Der EUR/USD verharrt in einer engen Handelsspanne, während die Märkte auf frische Impulse warten. Der Fokus richtet sich diese Woche auf die Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Sitzung der Federal Reserve. Investoren erhoffen sich zusätzliche Hinweise auf die zukünftige Ausrichtung der US-Geldpolitik und die Zinsentwicklung. Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom letzten Freitag und die fallenden Ölpreise haben den Druck auf den Euro gemindert und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September reduziert. Die Wiederaufnahme der Lieferungen in Hormuz und mögliche Angebotssteigerungen seitens OPEC+ haben die Inflationssorgen weiter gedämpft.

Das übergeordnete technische Bild bleibt jedoch bärisch. Indikatoren deuten mittelfristig auf einen möglichen Rückgang auf 1.1260 hin. Das Fed-Protokoll wird genauestens geprüft werden, um etwaige Verschiebungen im geldpolitischen Ausblick zu erkennen, die die nächste gerichtete Bewegung des Währungspaares bestimmen könnten.

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