EUR/USD hält Verluste inmitten Risikoaversion - Forex | PriceONN
EUR/USD setzt die Verluste vom asiatischen Handel fort und notiert bei 1,1540. Das Währungspaar steht unter Druck, da die Risikoaversion aufgrund der Eskalation im Nahen Osten anhält.

Risikoaversion dominiert den Markt

Im Finanzjargon beziehen sich die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ auf die Risikobereitschaft der Anleger. In einem „Risk-on“-Markt sind die Anleger optimistisch und bereit, risikoreichere Anlagen zu kaufen. In einem „Risk-off“-Markt hingegen suchen Anleger Sicherheit, da sie sich Sorgen um die Zukunft machen und daher weniger riskante Anlagen bevorzugen, die eine sichere Rendite versprechen, auch wenn diese bescheiden ausfällt.

Typischerweise steigen in „Risk-on“-Phasen die Aktienmärkte, und die meisten Rohstoffe – mit Ausnahme von Gold – legen ebenfalls an Wert zu, da sie von positiven Wachstumsaussichten profitieren. Die Währungen von Ländern, die stark auf Rohstoffexporte angewiesen sind, erfahren aufgrund der gestiegenen Nachfrage eine Aufwertung, und auch Kryptowährungen legen zu.

In einem „Risk-off“-Markt hingegen steigen Anleihen – insbesondere Staatsanleihen –, Gold gewinnt an Glanz, und sichere Häfen wie der japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar profitieren.

Währungsbewegungen im Detail

Der australische Dollar (AUD), der kanadische Dollar (CAD), der neuseeländische Dollar (NZD) und kleinere Währungen wie der Rubel (RUB) und der südafrikanische Rand (ZAR) tendieren in „Risk-on“-Märkten zu Kursgewinnen. Dies liegt daran, dass die Volkswirtschaften dieser Länder stark von Rohstoffexporten abhängig sind, und Rohstoffe in „Risk-on“-Phasen tendenziell im Preis steigen. Investoren erwarten in solchen Zeiten eine höhere Nachfrage nach Rohstoffen aufgrund einer stärkeren Konjunktur.

Sichere Häfen im Aufwind

Die wichtigsten Währungen, die in „Risk-off“-Phasen tendenziell steigen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert von seiner Rolle als Weltreservewährung und davon, dass Investoren in Krisenzeiten US-Staatsanleihen kaufen, die als sicher gelten, da ein Zahlungsausfall der größten Volkswirtschaft der Welt unwahrscheinlich ist. Der Yen profitiert von der gestiegenen Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen, da ein hoher Anteil von inländischen Investoren gehalten wird, die diese auch in einer Krise wahrscheinlich nicht abstoßen werden. Der Schweizer Franken profitiert von den strengen Schweizer Bankgesetzen, die Anlegern einen erhöhten Kapitalschutz bieten.

Aktuelle Marktlage und EUR/USD

Aktuell notiert das Währungspaar EUR/USD bei etwa 1,1540 und hält damit die Verluste vom asiatischen Handel. Die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten, insbesondere die verstärkte Auseinandersetzung unter Beteiligung der Vereinigten Staaten (USA), Israel und Iran, belastet die Risikobereitschaft der Anleger und stützt den US-Dollar als sicheren Hafen. Dies setzt den Euro zusätzlich unter Druck.

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