Goldpreis fällt: Inflationsängste belasten - Rohstoffe | PriceONN
Der Goldpreis fiel um bis zu 1,5 % auf 5.053 Dollar pro Unze und gab damit alle Gewinne dieser Woche wieder ab. Belastend wirkten ein festerer Dollar und die Aussicht auf weniger expansive Geldpolitik.

Goldpreis unter Druck

Der Goldpreis geriet am Donnerstag unter Druck, da ein festerer US-Dollar und die Aussicht auf eine weniger expansive Geldpolitik die Attraktivität des Edelmetalls für Investoren schmälerten. Dies geschah trotz der Eskalation des Krieges im Nahen Osten, der normalerweise als unterstützend für Gold gilt.

Der Goldpreis (Spot) fiel um bis zu 1,5 % auf 5.053 Dollar pro Unze und machte damit alle Gewinne der laufenden Woche zunichte. Auch die US-Goldfutures gaben in New York um rund 1 % auf etwa 5.080 Dollar pro Unze nach.

In den vergangenen Wochen hatte Gold von den zunehmenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten profitiert. Allein im Februar legte das Edelmetall um rund 3 % zu und erholte sich damit stetig von dem Ausverkauf Ende Januar, der die Preise um bis zu 12 % einbrechen ließ.

Inflationssorgen und Zinserwartungen

Die aktuelle Abwärtsbewegung fällt mit wachsenden Inflationsängsten zusammen, die durch den Krieg im Iran ausgelöst wurden. Dieser hat einen erheblichen Teil der globalen Energieversorgung unterbrochen. Eine hohe Inflation dürfte die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die US Federal Reserve (Fed) verringern, was sich negativ auf zinslose Vermögenswerte wie Gold auswirkt.

Derzeit preisen Swap-Händler Zinssenkungen um etwa 35 Basispunkte bis zum Jahresende ein, verglichen mit 60 Basispunkten Ende letzter Woche. Diese veränderten Zinserwartungen lasten zusätzlich auf dem Goldpreis.

Liquidity und Marktbewegungen

Einige Investoren verkauften Gold auch, um Liquidität zur Deckung von Verlusten auf dem US-Aktienmarkt zu generieren.

Ewa Manthey, Rohstoffstrategin bei der ING Bank, erklärte:

Ein Teil der Schwäche bei Gold scheint auf aktiengetriebene 'Risk-on'-Bewegungen zurückzuführen zu sein, insbesondere während der US-Sitzung, wobei Investoren Gold eher als Liquiditätsquelle nutzen, anstatt die Fundamentaldaten in Frage zu stellen. Dieser Druck lässt tendenziell nach, sobald die Aktienmarktdynamik nachlässt, wodurch die breitere Unterstützung für Gold intakt bleibt.

Trotz der aktuellen Gewinnmitnahmen sehen Gold-Bullen den übergeordneten Aufwärtstrend weiterhin intakt.

Seit Jahresbeginn liegt Gold immer noch um rund 18 % im Plus, was auf anhaltende geopolitische und Handelsspannungen sowie Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Federal Reserve zurückzuführen ist.

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