Internationale Wirtschaftsdaten im Blick - Wirtschaft | PriceONN
Die kommende Woche bringt wichtige Wirtschaftsdaten aus verschiedenen Ländern, darunter Kanada, Großbritannien, Mexiko, Indien, Brasilien und China, die Einblicke in die aktuelle Wirtschaftslage und mögliche geldpolitische Entscheidungen geben.

G10-Staaten im Fokus

Kanada: Arbeitsmarktdaten und Fertigungsindustrie

Der kanadische Arbeitsmarkt dürfte im Februar eine leichte Abschwächung zeigen, insbesondere in den handelsbezogenen Sektoren. Die Arbeitsmarktdaten für Februar, die am 13. März veröffentlicht werden, werden voraussichtlich einen Stellenabbau von 10.000 ausweisen, wodurch die Arbeitslosenquote auf 6,6% steigen könnte. Das schwache Beschäftigungswachstum ist teilweise auf das verlangsamte Bevölkerungswachstum zurückzuführen, das von 3% in den Jahren 2023/24 auf 0,9% in den Jahren 2024/25 gesunken ist. Auch die Fertigungsindustrie könnte einen Dämpfer erfahren. Für Januar wird ein Rückgang der Umsätze um 3,3% im Monatsvergleich erwartet. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Bereiche Transportausrüstung und Maschinenbau zurückzuführen. Die Bank of Canada (BoC) wird die Entwicklung genau beobachten, um ihre Geldpolitik entsprechend anzupassen.

Großbritannien: Starker Jahresauftakt erwartet

Für Großbritannien wird ein starker Anstieg des monatlichen BIP im Januar um 0,3% gegenüber dem Vormonat erwartet, nach 0,1% im Dezember. Dies deutet auf eine breite Erholung in den Bereichen Industrie, Dienstleistungen und Baugewerbe hin. Allerdings beobachten die politischen Entscheidungsträger aufmerksam die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf Wachstum und Inflation. Als Nettoexporteur von Öl und Gas ist die britische Wirtschaft anfällig für steigende Energiepreise. Es wird erwartet, dass die Bank of England (BoE) die Zinssätze vorerst beibehalten wird, da die Äußerungen der politischen Entscheidungsträger in der vergangenen Woche vorsichtiger geworden sind.

Schwellenländer im Blick

Mexiko: Ölpreisschock gefährdet Inflationsziele

Die Inflationsdaten für Februar werden in die Bewertung der Geldpolitik durch die Banxico auf ihrer März-Sitzung einfließen. Der Anstieg der Ölpreise aufgrund der Ereignisse im Nahen Osten schmälert jedoch die Bedeutung der nächsten Woche anstehenden VPI-Veröffentlichung. Der Anstieg des Brent Crude um etwa 35% seit Jahresbeginn deutet auf ein Aufwärtsrisiko für die Inflation hin. Dies könnte die Banxico dazu veranlassen, ihre Inflationserwartungen anzupassen. Es wird erwartet, dass die indische Wirtschaft, als einer der größten Ölimporteure der Welt, einen deutlichen Anstieg der Gesamtinflation erleben könnte, was sich möglicherweise auf die Kerninflation auswirkt.

Indien und Brasilien: Inflation und Geldpolitik

Die indische Wirtschaft ist stark von den Ereignissen im Nahen Osten und dem daraus resultierenden Anstieg der Ölpreise betroffen. Die Inflationsdaten für Indien werden daher weniger relevant sein als sonst. Die Reserve Bank of India (RBI) könnte jedoch gezwungen sein, ihre Geldpolitik zu straffen, falls der Ölpreisanstieg anhält und die Rupie unter Druck gerät. Im Gegensatz dazu werden die brasilianischen VPI-Daten für Februar weiterhin einen wichtigen Bezugspunkt für Marktteilnehmer und lokale politische Entscheidungsträger darstellen. Die brasilianische Zentralbank (BCB) hat signalisiert, dass Zinssenkungen in diesem Monat beginnen sollen, aber das Ausmaß der Lockerung zu Beginn des Zyklus ist noch unklar. Die BCB beobachtet ebenfalls die Ereignisse im Nahen Osten sehr genau, wie der geldpolitische Direktor Nilton David diese Woche andeutete:

„Die Zentralbank kann den Kurs ändern, wenn sich das Szenario ändert. Unsere Überzeugung reichte nur bis zum nächsten Treffen. Es gab Entwicklungen, die wir nicht ignorieren können, und sie müssen eindeutig in unsere Bewertung einbezogen werden.“

China: Abwärtsrisiken für das BIP

Die chinesischen Einzelhandelsumsätze, die Industrieproduktion und andere Aktivitätsdaten für Februar werden einen Einblick in die wirtschaftliche Dynamik Chinas vor dem Konflikt im Nahen Osten geben. Sollten die Aktivitätsdaten mit den enttäuschenden Februar-PMIs für das verarbeitende Gewerbe und das nicht-verarbeitende Gewerbe übereinstimmen, könnte sich das Abwärtsrisiko verstärken. Derzeit wird für die chinesische Wirtschaft ein Wachstum von 4,6% in diesem Jahr prognostiziert.

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