US-Iran-Konflikt belastet Verbraucher
Auswirkungen des Konflikts auf die US-Wirtschaft
Obwohl der Konflikt zwischen den USA und Iran sich Tausende von Kilometern entfernt abspielt, spüren die amerikanischen Verbraucher bereits die ersten finanziellen Auswirkungen. Die jüngsten US-amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran haben zu einer turbulenten Woche an den Märkten, steigenden Hypothekenzinsen und höheren Preisen an den Tankstellen geführt. Diese Entwicklungen könnten die ohnehin schon gedrückte Konsumentenstimmung weiter belasten und die Frage der Erschwinglichkeit noch stärker in den Vordergrund rücken.
Mark Brennan, Professor an der Stern School of Business der New York University, betont:
„Kriege sind niemals gut für die Konsumentenstimmung. Sie mögen gut für Munitionshersteller, Lobbyisten und all diese Clowns sein, aber nicht für den Durchschnittsverbraucher.“
Benzinpreise steigen
Laut AAA erreichte der durchschnittliche Benzinpreis in den USA am Donnerstag 3,25 USD pro Gallone. Dieser Anstieg von 27 Cent innerhalb einer Woche ähnelt dem Anstieg zu Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022.
Der Preisanstieg von 8,5 % innerhalb von drei Tagen ist der größte seit Hurrikan Katrina im Jahr 2005, so eine Analyse der Bespoke Investment Group. Angesichts des jüngsten Anstiegs der Ölpreise dürften die Benzinpreise weiter steigen. Die Gasoline Futures in New York stiegen am Freitag um weitere 2 %.
Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass die Verbraucher vor diesem Schock eine gewisse Entlastung bei den Ölpreisen verspürt hatten. Laut AAA war der durchschnittliche Preis pro Gallone Ende letzten Jahres auf den niedrigsten Stand seit 2021 gefallen.
Hypothekenzinsen im Aufwind
Die 30-jährigen Hypothekenzinsen sind diese Woche laut Mortgage News Daily auf über 6,1 % gestiegen. Zuvor notierte der beliebte Festzinskredit unter 6 %, was einem Mehrjahrestief entsprach.
Hypothekenzinsen orientieren sich weitgehend an der Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen, die im Zuge des Angriffs auf Iran wieder über 4 % stieg. Höhere Ölpreise schüren am Anleihemarkt die Sorge vor einer wieder anziehenden Inflation, was die Renditen in die Höhe treibt.
Auswirkungen auf die Aktienmärkte
Die Aktienmärkte erlebten diese Woche heftige Schwankungen, was die Unsicherheit der Verbraucher verstärken kann, die entweder aktiv mit Aktien handeln oder über Altersvorsorgepläne dem Markt ausgesetzt sind.
Der Dow Jones Industrial Average fiel am Donnerstag um fast 800 Punkte, da US-Rohöl die Marke von 80 USD pro Barrel überschritt, was die Sorge verstärkte, wie der Krieg die Märkte beeinträchtigen könnte. Der Blue-Chip-Index hat in dieser Woche mehr als 2 % verloren, während der breite S&P 500 um 0,7 % nachgab.
Laut Dan Niles könnte eine globale Rezession die Folge sein, wenn die US-Rohölpreise über 100 USD pro Barrel steigen. Der Gründer von Niles Investment Management geht jedoch davon aus, dass der Konflikt nur etwa einen Monat dauern wird.
Diese Auswirkungen können die Sorgen der Amerikaner verstärken, die seit der ausufernden Inflation während der Pandemie ihre finanzielle Basis geschwächt haben. Die Konsumentenstimmung ist in den letzten Monaten auf ein Rekordtief gefallen, so die viel beachteten Umfragen der University of Michigan.
Schon bevor der Krieg die Märkte erschütterte, hatten die wachsende wirtschaftliche Ungleichheit und die hohen Lebenshaltungskosten die Erschwinglichkeit zu einem politischen Schlagwort in diesem Jahr gemacht, da die Amerikaner zu den Zwischenwahlen gehen.
Brennan abschließend:
„Kriege verunsichern jeden. Es ist schwer, aus all dem ein rosiges Szenario zu malen.“
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