Ölpreise: Deutliche Wochengewinne erwartet
Einfluss des Nahost-Konflikts auf die Ölpreise
Die Ölpreise zeigten sich am Freitag stabil, nachdem sie bereits in den vorangegangenen Handelstagen deutlich zugelegt hatten. Hauptgrund für den Preisanstieg ist die Zuspitzung des Konflikts im Nahen Osten, der zu erheblichen Beeinträchtigungen des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus geführt hat. Die Sorge vor Versorgungsengpässen treibt die Notierungen nach oben.
Brent Rohöl-Futures notierten kaum verändert, nachdem sie am Donnerstag im Zuge der Eskalation im Nahen Osten die Marke von 85 USD pro Barrel überschritten hatten. WTI Rohöl-Futures stiegen um 0,6 Prozent auf 81,47 USD, nachdem sie am Donnerstag nach Berichten über einen iranischen Angriff auf einen US-Öltanker im nördlichen Persischen Golf um 8,5 Prozent zugelegt hatten.
Erwartete Wochengewinne und geopolitische Spannungen
Aktuell steuern die Ölpreise auf einen Wochengewinn von rund 16 Prozent zu. Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten, der sich von den USA und Israel über den Iran bis hin zu Zypern, Sri Lanka, der Türkei und Aserbaidschan ausweitet, schürt die Sorge vor negativen Auswirkungen auf den Handel, die Preise und Investitionen.
Die militärischen Auseinandersetzungen in der Region dauern bereits den siebten Tag an. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass sich die USA in den Prozess der Auswahl der zukünftigen Führung Irans einbringen wolle. Er ermutigte zudem iranische kurdische Kräfte zu Offensiven.
Das US-Militär gab bekannt, ein iranisches Schiff, das als "Drohnen-Träger" bezeichnet wird, angegriffen zu haben. Iran erklärte, dass neue Waffen in Vorbereitung seien und man auf einen langen Krieg vorbereitet sei.
Reaktionen und mögliche Gegenmaßnahmen
Iran hat eine neue Welle von Raketen- und Drohnenangriffen über den Golf gestartet, wobei Angriffe in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Katar und Kuwait gemeldet wurden.
Der aserbaidschanische Präsident forderte eine Entschuldigung Irans für den Drohnenangriff in Nachitschewan, doch Teheran wies eine Beteiligung an dem Vorfall zurück.
Um die Versorgungsängste etwas zu lindern, haben die Vereinigten Staaten Indien eine Ausnahmegenehmigung für den Kauf von russischem Öl für 30 Tage erteilt.
Die Trump-Regierung erwägt Notfallmaßnahmen, einschließlich staatlicher Versicherungsgarantien für Tanker und Marineeskorten, um steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken.
Zudem wird im Weißen Haus die Möglichkeit einer großangelegten Freigabe von Öl aus der Strategischen Petroleum Reserve (SPR) in Abstimmung mit den IEA-Partnern diskutiert.
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