Geopolitische Risiken belasten AUD/USD und USD/CAD
Geopolitische Unsicherheit dämpft Rohstoffwährungen
Die anhaltende Eskalation geopolitischer Spannungen im Nahen Osten übt weiterhin Druck auf rohstoffabhängige Währungen aus. Die USA setzen ihre Militärschläge gegen Ziele im Iran fort, während vom Iran unterstützte Houthi-Milizen ihre Drohungen gegen die Schifffahrt im Roten Meer und in der Nähe wichtiger Öltransportrouten intensivieren. Diese erhöhte geopolitische Unsicherheit treibt die Nachfrage nach traditionellen defensiven Anlagen an, was den US-Dollar stärkt und risikosensitiven Währungen wie dem Austral-Dollar zusetzt.
In den kommenden Handelssitzungen richtet sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf den australischen Arbeitsmarktbericht. Es wird eine deutliche Verlangsamung des Beschäftigungswachstums erwartet, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich unverändert bei 4,4% verharren dürfte. Schwächere als prognostizierte Zahlen könnten den AUD/USD weiter unter Druck setzen, indem sie die Erwartungen schüren, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) ihre Geldpolitik möglicherweise lockern wird.
Technische Aussichten und wichtige Wirtschaftsdaten
Für das Paar USD/CAD rückt die wöchentliche US-Rohölbestandsdaten in den Fokus. Obwohl die geopolitischen Entwicklungen die Ölpreise weiterhin stützen, wird die Entwicklung rohstoffgebundener Währungen nicht nur von der Richtung des Energiemarktes, sondern auch von eingehenden makroökonomischen Daten und den weiteren Entwicklungen im Nahen Osten abhängen.
AUD/USD hat nach dem Test der wichtigen Widerstandszone zwischen 0,7000 und 0,7030 an Aufwärtsdynamik verloren. Auf dem Tages-Chart hat sich eine Doji-Kerze gebildet, was auf eine mögliche Fortsetzung des Abwärtstrends in Richtung des Bereichs von 0,6920–0,6870 hindeutet. Ein entscheidender Ausbruch und Schlusskurs über 0,7030 könnte jedoch den Weg für weitere Gewinne bis 0,7080–0,7100 ebnen.
USD/CAD zeigte nach einer deutlichen Erholung vom signifikanten Unterstützungsniveau bei 1,4000 ein bullisches Engulfing-Candlestick-Muster. Der technische Ausblick lässt eine Fortsetzung der Erholung in Richtung des Bereichs von 1,4170–1,4200 vermuten, falls sich das Muster bewahrheitet. Umgekehrt könnte ein Bruch unter 1,4000 das nächste Abwärtsziel bei etwa 1,3900–1,3940 freilegen.
Schlüsselereignisse im Blick
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Für AUD/USD stehen morgen um 04:30 (GMT+3) die australischen Beschäftigungsänderungen und die Arbeitskraftbeteiligungsrate an. Am selben Tag um 15:30 (GMT+3) werden die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung veröffentlicht. Für USD/CAD sind heute um 17:30 (GMT+3) die US-Rohölbestände und morgen um 15:30 (GMT+3) die kanadischen Kern-Einzelhandelsumsätze von Bedeutung.
Marktausblick und Anlegerperspektive
Die anhaltenden geopolitischen Spannungen stützen weiterhin den US-Dollar und begrenzen die Erholung rohstoffgebundener Währungen. In den kommenden Tagen werden die wichtigsten Treiber für AUD/USD und USD/CAD die australischen Arbeitsmarktdaten, die Entwicklung der Ölpreise und die weitere Entwicklung im Nahen Osten sein. Sollten die geopolitischen Risiken hoch bleiben, dürfte der US-Dollar seine Outperformance fortsetzen. Umgekehrt könnten nachlassende Spannungen oder schwächere US-Wirtschaftsdaten eine Erholung der rohstoffgebundenen Währungen begünstigen.
Für Trader bedeutet dies, dass eine sorgfältige Beobachtung der Nachrichtenlage im Nahen Osten unerlässlich ist. Gleichzeitig sollten die anstehenden Wirtschaftsdaten genau verfolgt werden, da sie kurzfristige Impulse liefern können. Die technische Chartanalyse bietet hierbei wertvolle Anhaltspunkte für potenzielle Ein- und Ausstiegsniveaus, doch die übergeordneten makroökonomischen und geopolitischen Faktoren dürfen nicht außer Acht gelassen werden.
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