Goldpreis: Eskalation im Iran treibt XAUUSD an - Forex | PriceONN
Der Goldpreis überstieg die Marke von 5200 Dollar pro Unze, da die Angst vor einer militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran die Nachfrage nach sicheren Häfen ankurbelte. Der Fokus richtet sich nun auf wichtige US-Wirtschaftsdaten.

Goldpreis klettert über 5200 Dollar

Der Goldpreis (XAUUSD) hat am Freitag die Marke von 5200 Dollar pro Unze überschritten. Selbst unerwartet hohe US-Erzeugerpreise (PPI) konnten die Gold-Bullen nicht aufhalten. Die Veröffentlichung des PPI führte zwar kurzzeitig zu einer Stärkung des US-Dollars, doch der DXY gab diese Gewinne rasch wieder ab und notierte im Tagesverlauf im Minus.

Wie bereits am 25. Februar erwähnt, benötigt Gold einen nachhaltigen Anstieg über die 5200 Dollar Marke, um die Initiative der Bullen zu festigen. Der Wochenschlusskurs über dieser Marke untermauert diese These.

Fundamentaler Ausblick für Gold

Gold steuert auf den siebten Monatsgewinn in Folge zu. Der jüngste Ausverkauf hatte zwar kurzzeitig für Verunsicherung gesorgt, doch eine erneute Flucht in sichere Häfen hat dem Edelmetall neuen Auftrieb verliehen.

Jüngste Meldungen deuten auf eine mögliche bevorstehende US-Militäraktion gegen den Iran hin. Chinesische Behörden haben ihre Bürger aufgefordert, den Iran und Israel zu verlassen, während ein Korrespondent von Al-Arabiya auf X mitteilte, dass das US-Außenministerium die Evakuierung von nicht unbedingt benötigtem Personal und deren Familien aus der US-Botschaft in Bagdad angeordnet hat.

Diese Entwicklungen deuten auf eine Zunahme des geopolitischen Risikos hin, was die jüngste Rallye erklären könnte. Hinzu kommt die Abwendung von US-Aktien und der NVIDIA-Ausverkauf nach einem eigentlich positiven Ausblick. Die Märkte scheinen den nötigen Katalysator für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung gefunden zu haben.

Angesichts des bevorstehenden Wochenendes könnte ein US-Angriff auf den Iran zu einer erheblichen Flucht in sichere Häfen führen, was zu einem deutlichen Aufwärts-Gap bei Gold nach dem Wochenende führen könnte. Dies sollte man unbedingt im Auge behalten, wenn man Positionen über das Wochenende hält.

Ausblick auf die kommende Woche: ISM und NFP im Fokus

Die kommende Woche bringt wichtige US-Datenveröffentlichungen, die zusammen mit den geopolitischen Risiken erhebliche Auswirkungen auf den US-Dollar haben könnten. Der DXY notiert weiterhin unter der Marke von 98,00.

Besonders im Blickpunkt stehen die ISM-Berichte für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor. Die ISM-Daten zeigten im Januar eine deutliche Stärke, doch neuere regionale Umfragen der Federal Reserve deuten auf eine leichte Abschwächung der Wirtschaftstätigkeit im Februar hin. Trotz dieser Abkühlung dürften die Komponenten der "gezahlten Preise" aufgrund steigender Ölpreise und einer erhöhten Risikoprämie infolge der zunehmenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA hoch bleiben.

Auf dem Arbeitsmarkt wird erwartet, dass der am Freitag veröffentlichte Arbeitsmarktbericht einen stetigen, aber begrenzten Zuwachs ausweisen wird. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass die US-Wirtschaft etwa 50.000 Stellen pro Monat schafft, doch der Mangel an breitem Wachstum gibt Anlass zur Sorge. Etwa 70 % aller Beschäftigungsgewinne der letzten drei Jahre konzentrieren sich auf den privaten Bildungs- und Gesundheitssektor.

Nach einem überraschenden Rückgang im Vormonat wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote wieder auf 4,4 % steigt.

Letztendlich dürften diese kombinierten Faktoren, eine verhaltene Zunahme der Beschäftigung und ein erhöhter Preisdruck, die Federal Reserve nicht zu sofortigen Maßnahmen veranlassen. Vor diesem Hintergrund wird eine Zinssenkung frühestens im Juni erwartet.

Technische Analyse – Gold (XAU/USD)

Aus technischer Sicht befindet sich Gold derzeit in einem Aufwärtstrend. Ein Wochenschlusskurs über der Marke von 5200 Dollar pro Unze wird die Aufwärtsdynamik bis in die nächste Woche hinein aufrechterhalten.

Die nächste Herausforderung wird ein Ausbruch über die Marke von 5249 Dollar pro Unze sein, bevor die Marke von 5300 Dollar in den Fokus rückt.

Ein US-Angriff auf den Iran könnte diese Niveaus durchbrechen, wobei bei einem weiteren Anstieg Widerstand bei 5337 Dollar und danach bei 5400 Dollar zu erwarten wäre.

Die Unterstützung liegt bei 5.150 Dollar pro Unze. Sollte dieses Niveau nicht halten, könnte der Preis weiter in Richtung des Tiefs vom 24. Februar bei 5.093 Dollar pro Unze fallen.

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