Pfund unter Druck nach schwacher Inflation – Euro wartet auf neue Signale - Forex | PriceONN
Das britische Pfund geriet nach enttäuschenden Inflationsdaten unter Druck, während der Euro angesichts ausstehender Konjunkturdaten und geopolitischer Spannungen in einer engen Handelsspanne verharrt.

Sterling kämpft mit Inflationsdaten, Euro in Lauerstellung

Das britische Pfund steht nach der Veröffentlichung von Inflationsdaten, die unter den Erwartungen blieben, weiterhin unter Abwärtsdruck. Die nachlassende Teuerung hat die Erwartungen verstärkt, dass die Bank of England (BoE) in den kommenden Monaten eine expansivere Geldpolitik verfolgen könnte. Dies belastet das Pfund Sterling spürbar.

Derweil bewegt sich der Euro weiterhin in einer relativ engen Handelsspanne. Investoren warten auf neue Impulse aus der Eurozone-Wirtschaft. Die Marktteilnehmer agieren zudem vorsichtig aufgrund der anhaltenden Eskalation der Spannungen im Nahen Osten. Die USA führen weiterhin Schläge gegen Ziele im Iran durch, was die Nachfrage nach traditionellen Fluchtgütern wie dem US-Dollar stützt und das Erholungspotenzial europäischer Währungen begrenzt.

Wichtige Konjunkturdaten und technische Aussichten

In den kommenden Tagen liegt der Fokus auf den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (PMI) aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und der gesamten Eurozone. Diese Daten werden eine erste Einschätzung der wirtschaftlichen Bedingungen zu Beginn des dritten Quartals liefern. Insbesondere für den Euro sind diese Veröffentlichungen von Bedeutung, da sie die Erwartungen hinsichtlich der nächsten geldpolitischen Schritte der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflussen könnten. Stärkere als erwartete Zahlen könnten die Gemeinschaftswährung stützen, während schwächere Ergebnisse die Erwartungen an eine weitere Lockerung der EZB-Politik untermauern würden.

Zusätzlich wird der wöchentliche Bericht über die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung weitere Aufschlüsse über die Gesundheit des US-Arbeitsmarktes geben.

EUR/USD im Konsolidierungsmodus

Das Währungspaar EUR/USD ist in eine Konsolidierungsphase übergegangen, nachdem es das wichtige Widerstandsniveau bei 1.1500 nicht testen konnte. Die technische Analyse deutet auf einen möglichen Rückgang in Richtung des Bereichs von 1.1330–1.1370 hin, da sich im Tages-Chart ein bärisches Harami-Muster gebildet hat. Eine erneute Aufwärtskorrektur wird erst nach einem entscheidenden Ausbruch und Schlusskurs über 1.1500 wahrscheinlicher.

Wichtige Ereignisse für EUR/USD:

  • Heute um 09:45 (GMT+3): Frankreich Flash PMI
  • Heute um 10:20 (GMT+3): Rede von Bundesbank-Vorstandsmitglied Sabine Mauderer
  • Morgen um 10:00 (GMT+3): Deutschland GfK-Konsumklima-Index

    GBP/USD vor weiteren Tests der Unterstützung

    Das Paar GBP/USD durchläuft einen bärischen Rückzug, nachdem Käufer keine nachhaltige Basis über 1.3500 etablieren konnten. Auch hier hat sich im Tages-Chart ein bärisches Harami-Muster gebildet, was die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Tests der nahen Unterstützungszone bei 1.3320–1.3340 erhöht. Das bärische Szenario würde nur durch einen entscheidenden Schlusskurs über 1.3400 entkräftet.

    Wichtige Ereignisse für GBP/USD:

    • Heute um 13:00 (GMT+3): UK CBI Industrial Trends Orders
    • Heute um 15:30 (GMT+3): US Initial Jobless Claims
    • Morgen um 11:30 (GMT+3): UK Flash Manufacturing PMI

      Marktausblick und Händlerperspektive

      Der Sterling bleibt aufgrund der schwächeren britischen Inflationsdaten unter Druck, während der Euro weiter konsolidiert, da Händler auf frische Konjunktursignale aus der Eurozone warten. In den kommenden Tagen dürften die vorläufigen PMI-Veröffentlichungen die Hauptkatalysatoren für die europäischen Währungen darstellen, da sie die Erwartungen hinsichtlich zukünftiger politischer Entscheidungen sowohl der EZB als auch der BoE verändern könnten. US-Makrodaten und die Entwicklungen im Nahen Osten werden ebenfalls wichtige Treiber der Marktstimmung bleiben.

      Aus Händlersicht liegt die Aufmerksamkeit auf diesen bevorstehenden Datenpunkten. Für EUR/USD ist das Scheitern bei 1.1500 ein klares Warnsignal, das auf eine Fortsetzung der Konsolidierung oder sogar einen Abverkauf hindeutet, solange kein klarer Ausbruch nach oben gelingt. Die Unterstützungsniveaus bei 1.1330–1.1370 sind nun entscheidend. Beim GBP/USD signalisiert das bärische Harami-Muster eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für weitere Verluste in Richtung 1.3320–1.3340. Händler sollten die Reaktionen auf diese Schlüsselbereiche genau beobachten. Ein Schlusskurs über 1.3400 für GBP/USD oder über 1.1500 für EUR/USD würde die kurzfristigen bärischen Aussichten jedoch in Frage stellen.

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