USD/JPY im Fokus: Interventionen und US-Arbeitsmarktschock treiben Volatilität
Volatile Märkte um USD/JPY nach schwachen US-Daten
Letzte Woche stand das Währungspaar USD/JPY im Mittelpunkt des Interesses vieler Händler. Der Kurs kletterte über die Marke von 162, während die Märkte die Bereitschaft der japanischen Regierung zur Intervention ausloteten. Warnungen japanischer Offizieller und Gerüchte über bevorstehende Interventionen lösten zwar eine rasche Korrektur aus, doch eine offizielle Bestätigung stand aus. Als wichtigste Wirtschaftsdaten der Woche erwies sich der US-Arbeitsmarktbericht. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Juni fiel mit nur 57.000 deutlich geringer aus als erwartet. Dies markierte eine Trendwende nach einer Serie starker US-Daten, was zu einer Abwertung des US-Dollars und einem Anstieg des Goldpreises führte. Die schwachen Arbeitsmarktzahlen reduzierten zudem die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen durch die Fed, was US-Aktien Auftrieb verlieh.
In Japan hingegen gab es positive Wirtschaftsneuigkeiten: Die Tankan-Umfrage unter großen Herstellern zeigte eine Verbesserung der Stimmung im fünften Quartal in Folge. Der Index stieg von 17 auf 22 Punkte, der stärkste Wert seit 2018. WTI-Rohöl zeigte sich relativ ruhig und testete weiterhin tiefere Niveaus, da keine signifikanten Schlagzeilen die Preise in eine bestimmte Richtung trieben.
Marktüberblick: Aktien, Währungen und Rohstoffe im Detail
US-Aktien verzeichneten trotz eines durch die US-Feiertage verkürzten Handelswoche am Freitag neue Rekordhöhen im Dow Jones. Die gesunkenen Zinswahrscheinlichkeiten infolge der schwachen US-Beschäftigungsdaten machten Aktien für Investoren attraktiver. Obwohl die kommende Woche ruhig bleiben könnte, scheint die Strategie, dem kurzfristigen Aufwärtstrend zu folgen, solange der Markt über dem 10-Tage-Durchschnitt bleibt, bevorzugt zu werden. Widerstandsniveaus liegen bei 53.000 und 54.000 Punkten. Unterstützungen werden bei 52.000, 51.000, 50.000, 49.500 und 49.000 Punkten gesehen.
Der Nikkei in Japan geriet letzte Woche unter Gewinnmitnahmedruck und fiel wieder unter die wichtige Marke von 70.000 Punkten. Angesichts der starken Rallye in diesem Jahr war dies keine Überraschung. Der USD/JPY-Kurs unterstützte zu Wochenbeginn den japanischen Markt, doch als das Paar aufgrund von Interventionssorgen zurücksetzte, belastete dies auch die japanischen Aktien. Der Ausblick für japanische Aktien bleibt generell positiv, aber da der Markt nun unter dem 10-Tage-Durchschnitt notiert, könnten Range-Trading-Strategien diese Woche angemessener sein. Widerstände werden bei 70.000, 71.000, 72.000, 73.000, 74.000 und 75.000 Punkten gesehen, während Unterstützungen bei 67.500, 66.500 und 65.000 Punkten liegen.
USD/JPY startete stark in die Woche und setzte seinen Aufwärtstrend fort, gestützt durch den Zinsunterschied zwischen den USA und Japan. Schwächere US-Arbeitsmarktdaten und Anzeichen möglicher Interventionen durch japanische Behörden führten jedoch zu einer Umkehr. Das Paar fiel am Donnerstag unter den 10-Tage-Durchschnitt, was eine deutliche Abwärtsbewegung auslöste. Käufer kehrten jedoch nahe der unteren Niveaus zurück, wobei die Unterstützung oberhalb von 160 hielt. Dennoch sind die Risiken beim Kauf von USD/JPY gestiegen, da das Paar nun unter dem 10-Tage-Durchschnitt liegt und die Interventionssorgen hoch bleiben. Gleichzeitig stützt der Zinsspread weiterhin die Aufwärtsbewegung, sodass Range Trading unter potenziell volatilen Bedingungen der beste Ansatz sein könnte. Widerstand findet sich bei 162,00, 163,00 und 165,00, während Unterstützung bei 161,00, 160,50, 160,00, 159,00, 158,00, 157,00, 156,00, 155,50 und 155,00 erwartet wird.
Gold (XAUUSD) bewegte sich zu Beginn der Vorwoche abwärts und testete erneut die Marke von 4.000 US-Dollar, da der jüngste Abwärtstrend aufgrund eines stärkeren US-Dollars und höherer Zinswartungen anhielt. Die Unterstützung hielt jedoch zum zweiten Mal nahe 4.000 US-Dollar und bildete ein Doppeltief aus. Schwächere US-Arbeitsmarktdaten reduzierten dann die Erwartungen an Zinserhöhungen, was Gold stützte und den Markt zurück über den 10-Tage-Durchschnitt trieb. Die Erholung von den Tiefstständen war kräftig, sodass diese Woche eine Konsolidierung möglich ist. Da die Unterstützung bei 4.000 US-Dollar hält, könnten mittelfristige Händler jedoch auf Käufe bei Schwäche setzen. Widerstand liegt bei 4.200, 4.300, 4.400, 4.500, 4.600 und 4.665 US-Dollar, während Unterstützung bei 4.100, 4.000, 3.900 und 3.800 US-Dollar gesehen wird.
Rohöl blieb letzte Woche schwach, die Preise bewegten sich in einem ruhigen Marktumfeld weiter abwärts. Händler erwarten weiterhin eine Lösung im Konflikt mit dem Iran, und es gab keine bedeutenden Schlagzeilen, die die Ölpreise stützten. Der 10-Tage-Durchschnitt bewegt sich weiterhin abwärts, sodass der kurzfristige Trend bärisch bleibt. Verkaufen, solange die Preise unter diesem Niveau bleiben, könnte die bessere Strategie sein, aber eine Rückkehr über den 10-Tage-Durchschnitt könnte bei neuen Risiken aus dem Iran zu einer schnellen Erholung führen. Widerstand ist bei 75, 85, 90, 95 und 100 US-Dollar zu sehen, während Unterstützung bei 67,50, 65 und 60 US-Dollar liegt.
Bitcoin hielt zu Beginn der Vorwoche die jüngste Unterstützung, bevor es nach den schwächeren US-Arbeitsmarktdaten, die die Zinswartungen dämpften, höher tendierte. Dies war positiv für Bitcoin und half den Preisen, wieder über den 10-Tage-Durchschnitt zu steigen und damit den jüngsten kurzfristigen Abwärtstrend zu brechen. Insgesamt bleibt der Markt in einer Spanne zwischen 55.000 und 65.000 US-Dollar, sodass Range Trading weiterhin die bevorzugte Strategie zu sein scheint. Angesichts der starken Kursrückgänge in den letzten Monaten könnten mittelfristige Händler jedoch auch Käufe bei Schwäche in Erwägung ziehen. Widerstand findet sich bei 65.000, 75.000, 80.000, 85.000 und 90.000 US-Dollar, während Unterstützung bei 60.000, 55.000 und 50.000 US-Dollar liegt.
Wichtige Wirtschaftsereignisse und Ausblick
Die Woche nach den US-Arbeitsmarktdaten ist üblicherweise ruhiger mit weniger wichtigen Veröffentlichungen. Diese Woche könnten sich Händler auf das neueste Sitzungsprotokoll der Federal Reserve konzentrieren, um Hinweise auf die zukünftige Zinspolitik unter dem neuen Fed-Vorsitzenden zu erhalten. Der USD/JPY-Kurs könnte ebenfalls volatil bleiben, da das Risiko von Interventionen zur Stützung des Yen hoch bleibt. Die Märkte werden auch die folgenden Daten im Auge behalten: Am Montag stehen die EU-PMIs für das Baugewerbe, das PPI und die Einzelhandelsumsätze in der EU sowie die US-PMIs für das Dienstleistungsgewerbe und der ISM Non-Manufacturing PMI an. Am Dienstag folgen die japanischen Haushaltsausgaben, der Halifax-Hauspreisindex und die Sitzungsprotokolle des BoE MPC sowie der US-Leistungsbilanzsaldo. Am Mittwoch stehen der japanische Leistungsbilanzsaldo und die US-FOMC-Protokolle im Fokus. Am Donnerstag werden die chinesischen Verbraucher- und Erzeugerpreise veröffentlicht, und am Freitag folgen die japanischen Erzeugerpreise.
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