USD/JPY im Fokus nach Intervention: Wann schlägt die Yen-Stärke durch?
Marktgetümmel: Dow Jones auf Rekordjagd, Gold steigt, Öl fällt
Die US-Aktienmärkte zeigten sich in der vergangenen Woche von ihrer starken Seite. Der Dow Jones Index erreichte neue Allzeithochs, angetrieben durch robuste Unternehmensgewinne und anhaltende Käufe im Sektor der KI-bezogenen Aktien, was das Vertrauen der Anleger stärkte. Positive Nachrichten bezüglich einer möglichen Wiedereröffnung der Straße von Hormus trugen zusätzlich zur Stimmungsaufhellung bei und drückten die Ölpreise spürbar nach unten. Gold hingegen erlebte einen deutlichen Preisanstieg, nachdem US-Arbeitsmarktdaten für Juli die Streichung von 23.000 Stellen auswiesen. Dies lag deutlich unter den Erwartungen und deutete auf eine mögliche Verlangsamung der US-Wirtschaft hin. Überraschenderweise zeigte sich der US ISM Manufacturing PMI stärker als prognostiziert, was darauf hindeutet, dass der verarbeitende Sektor widerstandsfähiger ist, als viele Marktteilnehmer erwartet hatten.
Parallel dazu behielten die Märkte die Auswirkungen der jüngsten, koordinierten Währungsintervention durch japanische und US-amerikanische Behörden im Auge. Dies war die erste gemeinsame Intervention seit 15 Jahren und unterstützte den japanischen Yen. Japanische Anleger blickten zudem auf eine Kabinettsentscheidung zur Senkung der Konsumsteuer auf Lebensmittel von 8% auf 1% für zwei Jahre ab April 2027. Dieser Schritt, initiiert von Premierministerin Sanae Takaichi, zielt darauf ab, Haushalte angesichts steigender Lebenshaltungskosten zu entlasten und den Konsum anzukurbeln.
Marktausblick: Aktien, Währungen und Rohstoffe im Detail
US-Aktien: Aufwärtstrend trotz gemischter Signale
Der Dow Jones Index überraschte viele Händler mit seiner Rallye zu neuen Rekordhöhen, da sich die positive Marktstimmung wieder durchsetzte. Der Trend zeigt nach oben, gestützt durch den steigenden 10-Tage-Gleitenden Durchschnitt. Frühere Widerstände im Bereich von 53.000 Punkten dürften nun als Unterstützung dienen, was Käufe bei Rücksetzern zur bevorzugten Strategie macht. Widerstandsniveaus werden bei 54.500, 55.000 und 56.000 Punkten erwartet. Unterstützungen befinden sich bei 53.000, 52.500, 51.500, 51.000 und 50.000 Punkten.
Japanische Aktien: Erholung über dem Abwärtstrend
Der Nikkei 225 Index konnte sich über seinen jüngsten Abwärtstrend schieben, da Käufer wieder aktiv wurden. Trotz des weiterhin starken japanischen Yen sahen Investoren dies nicht mehr als wesentlichen negativen Faktor. Sorgen über die US-Staatsfinanzen scheinen ebenfalls bereits eingepreist zu sein. Technische Indikatoren bestätigen einen neuen Aufwärtstrend noch nicht vollständig, sodass der Index weiterhin in einer Seitwärtsbewegung verharren könnte. Für kurzfristige Händler könnte das Kaufen nahe der Unterstützung und Verkaufen nahe des Widerstands die beste Strategie für die kommende Woche sein. Widerstände liegen bei 67.000, 68.000, 69.000 und 70.000 Punkten, während Unterstützungen bei 64.000, 63.000, 62.000, 61.000 und 60.000 Punkten gesehen werden.
USD/JPY: Intervention und Zinsdifferenz im Clinch
Das Währungspaar USD/JPY fiel nach Bestätigung der gemeinsamen Währungsintervention durch die USA und Japan zeitweise stark auf rund 155. Im weiteren Wochenverlauf kehrten jedoch Käufer zurück, da die große Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan die Aufmerksamkeit der Händler auf sich zog. Selbst nach den schwachen US-Arbeitsmarktdaten, die zunächst zu einem Abverkauf führten, erholte sich USD/JPY schnell und zeigte starkes Kaufinteresse auf niedrigeren Niveaus. Das Paar könnte in der kommenden Woche weiter steigen, obwohl der fallende 10-Tage-Gleitende Durchschnitt die Gewinne gegen Ende der Woche verlangsamen könnte. Widerstände sind bei 159.00, 160.00, 161.00, 162.00, 164.00 und 165.00 zu finden, während Unterstützungen bei 157.00, 156.00, 155.00 und 154.00 liegen.
Gold: Sicheres Hafen-Asset profitiert von Unsicherheit
Gold verzeichnete in der vergangenen Woche einen starken Anstieg. Geringere Ölpreise, fortgesetzte Käufe durch Zentralbanken und die schwächeren US-Arbeitsmarktdaten als erwartet erhöhten die Nachfrage nach sicheren Hafen-Assets. Nach mehreren Wochen ruhiger Handelsphase könnte die starke Bewegung der Vorwoche den Beginn eines neuen Aufwärtstrends markieren. Kurzfristig ist der Markt jedoch überkauft, was kurzfristigen Händlern möglicherweise bessere Gelegenheiten beim Verkauf von Erholungen bietet. Mittelfristige Händler sollten mit Verkäufen vorsichtig sein und könnten bessere Kaufgelegenheiten bei Rückgängen in Richtung des steigenden 10-Tage-Gleitenden Durchschnitts finden. Widerstände liegen bei $4,400, $4,500 und $4,600, während Unterstützungen bei $4,200, $4,150, $4,050, $4,000 und $3,950 liegen.
Rohöl (WTI) und Bitcoin: Volatilität und Kaufsignale
WTI-Rohöl startete die Woche schwächer, nachdem die USA und der Iran Gespräche wieder aufgenommen hatten und damit die Sorgen vor Lieferunterbrechungen abnahmen. Der Verkaufsdruck hielt die meiste Woche an, da Händler zunehmend davon ausgingen, dass sich die Spannungen im Nahen Osten nicht weiter verschärfen würden. Die Ölpreise dürften weiterhin volatil bleiben, aber Verkäufe nahe des 10-Tage-Gleitenden Durchschnitts könnten diese Woche die bessere Strategie darstellen. Widerstände sind bei $80, $90, $95, $100 und $105 zu sehen, während Unterstützungen bei $75.00, $67.50, $65.00 und $60.00 liegen.
Bitcoin testete in der vergangenen Woche das Widerstandsniveau von $65,000, da stärkere US-Aktienmärkte das Vertrauen in risikoreiche Anlagen stärkten. Käufer konnten dieses Niveau nicht durchbrechen, doch das Kaufinteresse bleibt robust. Ein Ausbruch über $65,000 in dieser Woche könnte zu weiteren Käufen führen, daher könnte die Suche nach Kaufgelegenheiten die bessere Strategie sein. Widerstände liegen bei $65,000, $75,000, $80,000, $85,000 und $90,000, während Unterstützungen bei $60,000, $55,000 und $50,000 liegen.
Wichtige Wirtschaftsereignisse dieser Woche
Die kommende Woche verspricht erneut ereignisreich zu werden. Händler beobachten insbesondere die US-Inflationsdaten, wobei Verbraucherpreisindex (CPI) und Erzeugerpreisindex (PPI) voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf alle Märkte haben werden. Die Märkte werden auch die anhaltenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie mögliche Fortschritte bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus verfolgen. Weitere wichtige Ereignisse sind die US-Einzelhandelsumsätze und der Michigan Consumer Sentiment Index. Darüber hinaus werden die Marktteilnehmer darauf achten, ob die japanischen Behörden weitere Interventionen zur Stützung des Yen durchführen werden.
Wichtige Termine im Überblick:
- Montag: Japan Leistungsbilanz
- Dienstag: Zinsentscheidung der RBA in Australien, US-Bestandsimmobilienumsätze
- Mittwoch: Tankan-Index Japan, US-Verbraucherpreisindex (CPI)
- Donnerstag: Japan PPI, BIP und Industrieproduktion Großbritanniens, Industrieproduktion EU, US-Erzeugerpreisindex (PPI)
- Freitag: BIP und Handelsbilanz EU, US-Einzelhandelsumsätze und Michigan Konsumklima
Märkte in Echtzeit verfolgen
Stärken Sie Ihre Anlageentscheidungen mit KI-gestützter Analyse und Echtzeit-Preisdaten.
Treten Sie unserem Telegram-Kanal bei
Erhalten Sie aktuelle Marktnachrichten, KI-Analysen und Handelssignale sofort auf Telegram.
Kanal beitreten
